11.11.2012 16:07
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Slow Food Market
Ein Rundgang im Schlaraffenland
Vom 9. bis am 11. November fand in Zürich der Slow Food Market statt. Über 184 Produzenten machten die Messe an diesem Wochenende zum einzigartigen Treffpunkt für alle Geniesser. Mit Bildergalerie

33Auch dieses Jahr bot der Slow Food Market mitten in Zürich vielen Produzenten die Gelegenheit, ihre  traditionellen, lokalen Spezialitäten einem breiten Publikum vorzustellen. Obschon am Market keine Händler zugelassen sind, waren allerdings nicht von allen Produkten auch die Hersteller zugegen.

Teamwork der Ostschweizer

Wie das möglich ist, erklärte Michael Higi, Präsident des Vereins Slow Food Ostschweiz: „Wir betreiben einen Gemeinschaftsstand mit vielen Spezialitäten unserer Mitglieder.“ Zum Beispiel mit den Schwinigen Stückli der Metzgerei Urs Fuchs aus Grub AR. Heute zählt das Schwinige Stückli zum kulinarischen Erbe der Schweiz, es wurde auch in die Arche des Geschmacks von Slow Food aufgenommen. Ebenfalls ein Arche-Produkt ist der Schlipferkäse von Hans Gmünder aus Haslen AI, der ebenfalls am Stand von Slow Food Ostschweiz vorgestellt wurde.

Hobelkäse, uralt

Drei Jahre alt war der Urnäscher Hobelkäse, von dem Martina Koller Möckli zum Degustieren abbrach. „Er stammt aus dem Gründungsjahr der Urnäscher Käse AG, zu der sich damals 39 Urnäscher Bauern zusammengeschlossen haben“, erzählte sie. Fleissig probiert und degustiert wurden neben dem Hobelkäse auch der mehrfach ausezeichnete Holzfasskäse oder der Hornkuhkäse aus Milch von behornten Kühen. Weil all diese Urnäscher Käse Regionalität, Tradition und Genuss vereinen, war die AG am Slow Food Market anzutreffen, obschon sie nicht beim Verein Slow Food ist.

Brot aus kleinem Dorf

Amadeo und Marion Arnold aus Simplon Dorf VS sind mit ihrer Bäckerei Arnold bei Slow Food. Sie stellen das Walliser Roggenbrot her, ein Slow-Food-Presidi, das auch von Coop verkauft wird. Für Amadeo Arnold ein Glücksfall: „Wir sind ein kleines, abgelegenes Dorf. Dank Slow Food können wir viel mehr Roggenbrot backen und in die ganze Schweiz verkaufen.“

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