Vorzeitiger Ausstieg soll belohnt werden
Milchbauern, die zwischen 2006 und 2009 vorzeitig aus der Milchkontingentierung aussteigen, sollen gemäss Bundesrats- beschluss vom 10. November 2004 davon profitieren können.
Der Bundesrat hat am 10. November 2004 die Zeit des Übergangs zum freien Milchmarkt geregelt. Im letzten Jahr hat das Parlament beschlossen, die Milchkontingentierung aufzuheben und die Milchproduktion dem freien Markt zu überlassen. Wettbewerbsverzerrende Einflüsse auf Produktion und Absatz sollen so weit wie möglich abgebaut werden.
Produktionskosten und unternehmerischer Spielraum
Während der drei Übergangjahre 2006 bis 2009 werden zwei Systeme produktionslenkender Massnahmen nebeneinander bestehen. Dank der vom Bundesrat beschlossenen Regelung werden vorzeitig aussteigende Milchbauern von tieferen Produktionskosten und einem grösseren unternehmerischen Spielraum profitieren.
Niemand wird zum vorzeitigen Ausstieg gezwungen
Aussteigen können Produzenten, die Mitglied einer Branchen-, einer Produzenten- oder einer Milchverwertungs-Organisation sind. Die Auflagen sind laut Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) so tief angesetzt, dass der vorzeitige Ausstieg eine echte Chance darstellt. Es werde aber niemand zum Ausstieg gezwungen.
12 Verordnungen durch Bundesrat revidiert
In Umsetzung der Agrarpolitik 2007 hat der Bundesrat weitere 12 Verordnungen revidiert. So wurde die Zulage für verkäste Milch per 1. Mai 2005 von heute 19 auf 18 Rappen gesenkt. Die Schwellenpreise für Futtergetreide wurden um 3 Franken pro 100 Kilogramm und für Eiweissfuttermittel um 1 Franken reduziert.
Billigeres Brotmehl: Zollansatz sinkt um 3 Franken
Der Zollansatz für Brotgetreide wird um 3 Franken pro 100 Kilogramm verringert. Insgesamt erwartet das BLW tiefere Brot- und Futtermittelpreise. Die Bäckereien könnten von günstigeren Rohstoffpreisen profitieren. Weitere Preissenkungen müssten folgen. sda