schweizerbauer.ch
Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer
»Online-Suche:
Tierschutz

Harte Kritik an Bundesamt für Veterinärwesen

Seit Mitte Juli ist die neue Tierschutzverordnung in der Vernehmlassung. Nationalrat Marcel Scherer ist für einen angemessenen Tierschutz, wie ein Blick auf seinen Betrieb zeigt, kritisiert aber den Verordnungsentwurf hart.
Nationalrat und Schweineproduzent Marcel Scherer. / Marcel Wipfli

Für SVP-Nationalrat und Schweinezüchter Marcel Scherer aus Hünenberg ZG   ist  Tierschutz sehr wichtig, wie auch ein Blick in seinen Schweineställen bestätigt. Die Revision  der Tierschutzverordnung ist ihm aber dennoch ein rotes Tuch: «25 Arbeitsgruppen arbeiteten an diesem Werk, und kein einziger Praktiker wurde zur Mitarbeit eingeladen.»

Kosten steigen weiter

Angesprochen auf die vorgeschlagenen Artikel, welche die Schweineproduktion betreffen,  spricht er sogar von krassen Entgleisungen. Scherer hat im Jahr 2001 den Abferkelstall und  im Jahr 2005 den Ferkelstall  gebaut. Dabei wurde auf das Tierwohl allergrösster Wert gelegt, wie die Abmessungen zeigen, die auch grösser sind, als verlangt wird. Wer viel Geld investiert, sollte auch konkurrenzfähig bleiben, ist Scherers klare Devise. «Ich bin für einen praxistauglichen Tierschutz, dieser muss aber angemessen und vor allem auch für die Betriebe bezahlbar sein. Gerade bei einer Verschärfung der Verordnung im  aktuellen Entwurf sieht Scherer für die Schweizer Schweineproduktionsbranche schwarz. Das Verbot von perforierten Böden habe massive bauliche Investitionen zur Folge. Investitionen, die für viele Betriebe nicht mehr bezahlbar wären.
Auch der Betrieb Scherer hat schon jetzt grosse Investitionen in den Tierschutz getätigt. Und nun würden bereits weitere anstehen. Unverständlich für die Schweineproduzenten. So ist eine Abkühlmöglichkeit sprich Dusche für alle Schweine über 25 kg gefordert.

Nachteile gegenüber EU-Produzenten

Das Einsperrverbot für säugende Muttersauen sei eine weitere Massnahme, die dazu führe, dass die Schweizer Schweineproduzenten im Konkurrenzkampf mit den EU-Bauern klar das Nachsehen hätten, so Scherer. Die Schweineproduzenten befürchten, dass der Anteil an erdrückten oder zu Tode getretenen Ferkeln auch nach den Anpassungen der Abferkelbuchten weiter steigt und die Wirtschaftlichkeit folglich weiter sinkt. Ob dies Tierschutz sei, fragt sich   Marcel Scherer wie so viele Schweineproduzenten.

Alle Tierhalter betroffen

Der Nationalrat findet viele  weitere Gründe, weshalb jetzt die Bauernverbände und  die bäuerlichen Organisationen  gegen diesen Verordnungsentwurf aufschreien  müssten. Denn schliesslich würden sich die Verschärfungen durch den ganzen Verordnungsentwurf durchziehen. Nicht nur die Schweineproduzenten, sondern alle Tierhalter wären massiv betroffen, stellt Marcel Scherer klar.


Artikel ausdrucken
Artikel per Mail versenden
Schrift vergrössern
Marcel Wipfli [11.08.06 14:43]
Das Wetter in
Sa
 
So
 
Mo
Mehr Wetter » Mehr Wetter » Mehr Wetter »
-16° | -10°
-12° | -9°
-12° | -7°

»Zur Wetterübersicht