schweizerbauer.ch
Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Forum
Umfragen
Galerien
Kleininserate
Service
Aboservice
Kontakt
Newsletter
ePaper Schweizer Bauer
»Online-Suche:
Milchkontigentierung

2003/04: 30% mehr Kontingente gehandelt

Die Menge gehandelter Milchkontingente wuchs im Milchjahr 2003/2004 gegenüber dem Vorjahr um fast 30 %. Grund ist bevorstehende Ausstieg aus der Kontingentierung.

Insgesamt 297 Millionen Kilogramm sind im 2003/2004 durch sogenannte Miete oder Kauf erworben worden. Dies geht aus der Statistik über die Milchkontingentierung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) hervor, welche am 28. Dezember veröffentlicht wurde.

Kurz vor dem Ausstieg aus der Kontingentierung seien die Milchproduzenten und Kontingentsverkäufer oder -mieter bestrebt, die Ausgangslage zu bereinigen. Dies hätte zu den verstärkten Quotenverschiebungen geführt, schliesst das BLW in einer Medienmitteilung.

Laut den Auswertungen des BLW haben 5'697 Produzenten rund 129 Millionen Kilogramm Kontingente gekauft und 9'573 Produzenten rund 168 Millionen Kilogramm Kontingente gemietet.

Mehr als ein Viertel ist vermietet oder verpachtet

Von den 3,1 Mia. Kilogramm an verteilten Kontingenten sind heute, 5 Jahre nach Einführung des Handels, 28 % der Kontingente durch Miete oder Kauf erworben.

Im Milchjahr 2003/2004 gaben 1599 Produzenten die Vermarktung von Milch auf. Insgesamt vermarkteten noch 33'072 Produzenten Milch. Diese Abnahme entspricht dem Mittel seit dem 1. Mai 1999.

Talkontingent steigt auf rund 110'000 kg

Das durchschnittliche Kontingent erhöhte sich um 5,1 % auf 91'612 Kilogramm. Der durchschnittliche Talbetrieb produziert 109'306 Kilogramm Kontingentsmilch, ein Bergbetrieb deren 68'542 Kilogramm. Seit dem Milchjahr 1999/2000 hat die Kontingentsgrösse eines Talbetriebes rund ein Viertel zugenommen, im Berggebiet sind es 17,4 %.

Der Trend zur Intensivierung der Milchproduktion zeigt sich beim Vergleich der Anzahl Betriebe, welche ein Kontingent von mehr als 350'000 kg produzieren können. Dieses stieg um ein Siebenfaches von 0.1 % auf 0.7 %. Die Anzahl von Betrieben mit Kleinstkontingenten von weniger als 25'000 kg nahm von 8.7 % auf 7,6 %, ab.

Rund 18 % der Schweizer Bauern melkten im 2003/2004 ein durchschnittliches Kontingent (75'000-100'000 kg). Der grösste Anteil (22%) entfiel auf Kontingente zwischen 50'000-75'000 kg, dies sind 6 % weniger als im Vergleichsjahr 1999/2000.

Fast eine Rekord-Überlieferung

Fast 6,4 Mio. kg Milch wurden im beschriebenen Jahr überliefert, mehr als 2 Mio. kg mehr als im Vorjahr und 1 Mio weniger als im Rekord-Überlieferungsjahr 2001/2002. Daraus resultierten 3,8 Mio. Franken an Abgaben. "Dieses Geld fliesst nicht zweckgebunden in die Bundeskasse", gibt Théodore Muller vom BLW auf Anfrage Bescheid.

Nachdem seit dem 2002/2003 Zusatzkontingente das ganze Jahr über beantragt werden konnten, stieg die Menge um 77 % an. Im letzten Jahr verringerte sich die Zusatzkontingentsmenge wieder und wird sich laut Muller bei 40 Mio. kg einpendeln.

Artikel ausdrucken
Artikel per Mail versenden
Schrift vergrössern
[28.12.04]