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Aus der ganzen Schweiz kamen sie angereist, die rund 400 Fahrer mit ihren Bührer-Traktoren. Ihr Ziel war Hinwil im Zürcher Oberland, wo Ende September das 77-Jahre-Firmenjubiläum einer der bekanntesten Schweizer Traktorenmarken über die Bühne ging. Zwar werden auf dem Fabrikgelände der Bührer Traktorenfabrik AG heute keine neuen Traktoren mehr gebaut, aber noch immer beschäftigt Bührer 12 Mitarbeiter. «Wir rüsten die Bührer-Traktoren, die sich noch im Einsatz befinden, auf und passen sie der heutigen Zeit an», erklärt Verwaltungsrat Michel Eichenberger. An den vielen Traktoren, die anlässlich der Jubiläumsfeier auf dem Areal ausgestellt waren, wurde diese Arbeit deutlich: Bührer mit mehreren Hydraulikanschlüssen am Heck, Bührer mit modernen Scheibenbremsen, Bührer mit Partikelfilter oder Bührer mit Claas-Frontmähwerk leisten den Bauern immer noch gute Dienste. «Ein Bührer kann gleich viel wie ein moderner Traktor, hat aber keine störungsanfällige Elektronik», so Eichenberger.
Das ist wohl ein Grund dafür, dass immer noch viele Bauern mit ihren alten Bührer in Feld und Wald unterwegs sind. Von den ursprünglich gebauten 22624 Traktoren sind noch immer über 10000 im Einsatz. In der Landwirtschaft besitzt die Hinwiler Traktorenmarke einen sehr hohen Stellenwert. Die Fahrer rühmen ihre grünen oder gelb-grünen Maschinen, für Ueli Barmettler vom Bührer-Club Nidwalden sind die Traktoren wahre Kultobjekte.
Gegründet wurde die Bührer Traktorenfabrik AG von Fritz Bührer, geboren 1896. Nach der Lehre als Automechaniker wollte er die strenge körperliche Arbeit der Bauern erleichtern. Seither arbeitet Bührer unter eigenem Namen, und das Unternehmen sieht sich gerüstet für die Zukunft. Mit der Kundenberatung, den Reparaturen, dem Umrüsten und Aufrüsten alter Traktoren sind die Mitarbeiter beschäftigt. Zudem will Bührer mit der Übernahme neuer Vertretungen und dem Vertrieb von Partikelfiltern in neue Geschäftsbereiche vorstossen.