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Der Export von Fleckvieh sei ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Moskau und Bayern, erklärte Ressortchef Josef Miller beim Abtransport der Tiere von der Zuchtvieh-Vermarktungsanlage in Altheim bei Landshut. Die Bauern hätten die Chance, zusätzliche Absatzmärkte zu erschliessen.
Der Export von Zuchtrindern sei vor allem für die Landwirte interessant, die aufgrund knapper Milchquotenausstattung verstärkt Jungvieh aufziehen müssten, aber wegen begrenzter Stallplätze und Arbeitskapazität die Tiere schon möglichst früh als trächtige Färsen abgeben wollten. Seit Anfang November seien russische Zuchtexperten vor allem in Niederbayern unterwegs, um noch für dieses Jahr 480 Fleckviehzuchtrinder auszuwählen. Die Tiere würden auf regionalen Sammelstellen für den Weitertransport vorbereitet. Von Altheim aus gehe es mit modernen, klimatisierten Spezialtransportern weiter ins sächsische Weisskeissel nahe der polnischen Grenze. Dort blieben die Tiere rund drei Wochen in Quarantäne.
Die ersten 150 Fleckviehzuchtrinder seien für einen Agrarbetrieb in Kaluga rund 200 Kilometer südwestlich von Moskau bestimmt, wo sie ein neugebauter Liegeboxen-Laufstall und ein gut gefülltes Futterlager erwarteten. Die restlichen 330 Tiere wurden nach Jaroslawl, 300 Kilometer nordöstlich von Moskau geliefert. Nächstes Jahr sollten weitere 5000 bayerische Zuchtrinder folgen, so der Minister. Moskau wolle damit das züchterische Fundament für eine nachhaltige Erzeugung von Milch und Fleisch legen, um so die Ernährung seiner mehr als 13 Millionen Einwohner langfristig sicher zu stellen.