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Geflügelpest-Vorsorge

Vogelgrippe: Schweiz rüstet sich

Die Schweiz soll gegen eine neue Grippe-Pandemie gewappnet sein. Denn das Aufkommen der Geflügelpest in Asien könnte auf eine solche hindeuten.

Der Bundesrat hat am 27. April eine Verordnung erlassen, welche die Massnahmen vor und während einer Pandemie (länderübergreifende Seuche) regelt.

Auch die heute schon zu ergreifenden Massnahmen sind in der Influenza-Pandemieverordnung geregelt. Im wesentlichen dreht es sich dabei um die Förderung der Grippeimpfung und die Versorgung mit Medikamenten, wie der Bundesrat mitteilte.

Tritt eine Pandemie auf oder steht sie bevor, regelt die Verordnung die Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten nach einer Prioritätenliste, wenn es zu einer Verknappung käme. Zudem sind die Zuständigkeiten auf allen Stufen der Pandemieüberwachung festgeschrieben.

WHO empfiehlt Vorsorgemassnahmen wegen Geflügelpest

Der Bundesrat kommt mit der Verordnung einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nach. Die WHO überwacht die Grippeviren weltweit. Die Landesregierung stützt sich in ihrer Verordnung auf einen von Experten ausgearbeiteten Pandemieplan. Der Plan wird ständig an die neuesten Erkenntnisse und WHO-Empfehlungen angepasst.

Das Grippevirus variiert genetisch. Grössere, seltenere Variationen können eine weltweite Grippewelle verursachen. Seit Jahrhunderten treten Pandemien auf. An der Spanischen Grippe starben 1918 bis 1920 weltweit 40 Millionen Menschen. In der Schweiz war ein Viertel der Bevölkerung krank, 25'000 Leute starben.

Laut Experten können derartige Pandemien in der Folge von Vogelgrippe auftreten. Und die Vogelgrippe ist auf dem Vormarsch: In Hongkong sprang 1997 das Virus direkt vom Geflügel auf den Menschen. Weitere Direktübertragungen gab es dort 1998 und 2003. 2003 wurden Übertragungen in den Niederlanden bekannt und seit 2004 aus Thailand und Vietnam.

Die jüngste Zunahme der Vogelgrippe in Asien in einem noch nie registrierten Ausmass könnte das Entstehen eines neuen humanen Grippevirus begünstigen, schreibt der Bundesrat. Ein grosser Teil der Menschen wäre dagegen nicht immun. Das Grippevirus würde sich rasch und weitflächig verbreiten, eine Impfmöglichkeit existiert gegenwärtig nicht.

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sda [28.04.05 17:18]