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Eine Minderheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hatte gewünscht, dass sich der Bund an den Entsorgungskosten beteiligt. Der Vorschlag des Bundesrates dagegen sieht dies nur für BSE vor. Dieser Version schloss sich nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat mit 96 zu 67 Stimmen an.
Minderheitensprecher Markus Zemp (SVP/AG) verwies auf den Erlös der Fleischkontingente-Versteigerung, der für die Seuchenbekämpfung eingesetzt werden könnte. Auch wenn BSE am Verschwinden sei, wachse die Bedrohung durch Seuchen in der Schweiz. Hildegard Fässler (SP/SG) warnte dagegen vor einem neuen «Subventionstatbestand».
Landwirtschaftsministerin Doris Leuthard erinnerte daran, dass das Parlament im Rahmen des Neuen Finanzausgleichs (NFA) beschloss, dass die Seuchenbekämpfung zu Lasten der Kantone gehen soll. Bei BSE sei eine Ausnahme gemacht worden. Man rechne damit, dass der Bund noch sieben bis acht Jahre lang Kosten wegen BSE tragen müsse.
Die letzte Differenz zum zweiten Teil der Agrarpolitik 2011 betrifft das Raumplanungsgesetz. Es geht um die für die Aufnahme eines Nebenerwerbs massgebliche Betriebsgrösse. Die Vorlage geht nun zurück an den Ständerat.