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Paris reagierte damit auf die Empfehlung eines Regierungsausschusses, der im Januar «schwerwiegende Bedenken» gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais angemeldet hatte. Laut dem Landwirtschaftsministerium soll das Verbot gegen die Maissorte des US-Herstellers Monsanto so lange gelten, bis die EU- Behörden ihre Anbau-Erlaubnis für MON810 überprüft haben.
Paris beruft sich bei seiner Massnahme auf eine EU-Schutzklausel zum Gen-Mais. Diese erlaubt ein zeitweises Verbot des Anbaus und des Kaufs von gentechnisch veränderten Organismen in einem Mitgliedsstaat.
Die Regierungen müssen das Verbot jedoch mit einem Gesundheits- oder Umweltrisiko begründen können. Derzeit berufen sich sechs EU- Staaten auf die Schutzklausel.
Französische Mais-Bauern wollen gegen das Verbot vor Gericht ziehen. Sollten sie Recht bekommen, wäre laut dem Chef ihres Interessenverbands, Luc Esprit, immer noch Zeit zur Aussaat.
Französische Landwirte hatten zuletzt auf rund 0,75 Prozent ihrer Felder den Genmais MON810 des US-Konzerns - rund 22'000 Hektar - angebaut. Dieses Jahr sollte die Anbaufläche auf 100'000 Hektar ansteigen. Ein Verbot würde den Bauern nach Schätzungen von Esprit Verluste in Höhe von rund zehn Millionen Euro bringen.