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Die Bernische Eliteschau 2008 wird in die Geschichte eingehen. Zum 22. Mal fand die Schau der Berner Fleckviehzüchter im Rahmen der BEA statt. Und zum ersten Mal überhaupt wählte das Publikum eine Holstein-Kuh zur Miss BEA: Dürsrüti Freelance Winda von Hansruedi Moser, Grindelwald, ist eine Holstein-Kuh durch und durch. Die von Simon Hofer, Langnau im Emmental, gezüchtete Tochter des kanadischen Stiers Freelance hat mit Mondi (ein Swissgenetics-Teststier), Storm, Prelude und Reliance eine lupenreine Holsteinabstammung und trägt nicht einmal den Rotfaktor. Bereits in ihrer Kategorie lobte Ulrich Josi, der die Red Holstein und Holstein-Kühe richtete, die Ausgeglichenheit der Kuh. An der letzten Oberländischen Verbandsschau konnte sich Winda schon durchsetzen. Sie ist also keine Eintagsfliege.
Starke Miss Simmental
Eine schwarze Miss BEA ist ein untrügliches Zeichen für die weit fortgeschrittene Holsteinisierung der Fleckviehkühe, könnte man meinen. Die Simmentaler-Züchter hatten allerding etwas dagegen und trumpften stark auf. So entschied am Schluss ein hauchdünner Vorsprung von nur 3 Stimmen zu Ungunsten der stärksten Simmentaler-Kuh Theo Rita von Hans-Rudolf und Simon Frautschi, Turbach. Rita holte stattliche 103 Stimmen beim Publikum.
Neues Wahlverfahren
Dass es überhaupt zu diesem packenden Duell kam, hängt auch mit einer Änderung des Wahlverfahrens zusammen. Neu wurde nicht mehr eine Miss Simmental separat gewählt, sondern jeder Besucher konnte seine Stimme für die schönste Kuh und das schönste Euter abgeben. Die Kuh mit den meisten Stimmen wurde Miss BEA, die Kuh mit den meisten Stimmen aus den anderen Sektionen erhielt den Misstitel ihrer Sektion. Auch Rita ist keine unbekannte Schönheit, hatte sie doch an der Swiss Expo im Januar den Reservetitel geholt, und wie Freelance Winda gewann sie in ihrer Sektion auch an der Berner Oberländischen Verbandsschau in Thun. Dabei wurde ihr das Siegen schon in ihrer Kategorie nicht leicht gemacht.
Stefan Schumacher, der die Simmentaler- und Swiss-Fleckvieh-Kategorien richtete, stellte Rita in ihrer Kategorie vor die starken Kühe Benjamin Carmela, Peter Wyssmüller, Oberwil und Philippo Nadia, Niklaus Blatti, ebenfalls aus Oberwil. Hans Siegenthaler, der Präsident der Berner Fleckviehzüchter, wies mit Recht auf die gewaltigen Fortschritte der Simmentaler hin, gerade was die Euter betrifft. Und gerade die Miss Theo Rita hat sicher eines der schönsten Euter in ihrer Sektion. Obschon der Holstein-Blutanteil in den gekreuzten Tieren ständig wächst, können sich also die reinen Simmentaler-Kühe gut behaupten.
Dies im Gegensatz zu den Swiss-Fleckvieh-Kühen, die von Jahr zu Jahr weniger werden. Den Misstitel in dieser Sektion holte sich mit 45 Stimmen Mars Aelpli, David Mani, Schwenden. Auch Aelpli ist besonders für Eliteschau-Besucher keine Unbekannte, gewann sie doch vor einem Jahr den Schöneutertitel.
Daliva Miss Schöneuter
Dieses Jahr holte sich allerdings eine andere Kuh den Schöneutertitel, und dies recht deutlich. 224 Stimmen konnte Falco Daliva von Fritz Leuenberger, Rüedisbach, für sich verbuchen. Ihr Traumeuter mit dem unendlich langen Voreuter war konkurrenzlos, und so erstaunt ihr deutlicher Sieg kaum.
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Impressionen rund um die Ausstellung
Bekanntgabe der Siegerinnen
Hans Siegenthaler zur Eliteschau