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ePaper Schweizer Bauer

«Schweizer Bauer»: Wie bist du auf die Idee gekommen, bei einer Quiz-Sendung mitzumachen, bei welcher sonst meist nur Erwachsene teilnehmen?
Hanspeter Renggli: Ich höre die Sendung regelmässig, bevor ich zur Schule gehe oder wenn ich morgens meinem Vater im Stall helfe. Da bekam ich einfach Lust, mein Glück auch einmal zu probieren, einfach zum Plausch. Die ersten zwei Mal kam ich nicht durch, beim dritten Mal hats dann geklappt.
Wie waren deine ersten Erfahrungen mit dem Radio?
Es war «rüdig» interessant. Beim ersten Mal war ich nervös. Dann dachte ich jeweils, wenn ich noch eine Runde schaffe, dann ist das schön, wenn nicht, auch nicht schlimm.
Du bist der jüngste Teilnehmer im Final (26.12.08). Bereitest du dich speziell vor?
Nein. Ich lese Zeitung und höre Radio. Bisher hats ja so auch geklappt!
Hörer aus dem landwirtschaftlichen Bereich freuen deine aufgeweckte Art und natürlich dein Berufswunsch Landwirt! Gibts daran nichts zu rütteln?
Danke fürs Kompliment. Nein, da gibts gar nichts zu rütteln. Fürs 1. und 2. Lehrjahr habe ich schon mündliche Zusagen. Aber fürs 3. warte ich noch ein bisschen mit Organisieren.
Inzwischen hilfst du noch zu Hause. Was für einen Betrieb habt ihr eigentlich?
(wie aus der Pistole geschossen) Wir führen einen 10-ha-Pachtbetrieb mit 15 Milchkühen, 13 Stück Jungvieh, 7 Geissen, 50 Schweine. Am liebsten bin ich bei den Tieren, und Traktor fahren gehört ebenfalls zu meinen Favoriten! Dann haben wir noch eine Alp mit 70 ha, 50 ha davon Weideland, 20 ha Wald. Eine Zufahrtsstrasse, die mir meine Zukunft wesentlich vereinfachen würde, ist schon lange geplant, doch bleibt dies immer wieder bei den Behörden hängen. Und wir müssen warten und weiterhin alles hinauftragen.
Bringst du Schule, Betrieb und Hobbys gut unter einen Hut?
Tja, ich muss jetzt noch die Schule in den Vordergrund stellen – hat meine Mutter gesagt –, ist halt schon am wichtigsten jetzt noch. Aber das Helfen auf dem Betrieb kommt direkt an zweiter Stelle! Als Hobby engagiere ich mich in der Jugend-Trachtengruppe Ruswil. Und ja, Ski fahren tue ich auch sehr gerne.
Wie reagieren deine Schulkameraden auf dein starkes Engagement auf dem Betrieb?
Gross reagiert wird darauf nicht. Ab und zu heisst es etwa: «Dä isch Puur, dä cha das.»