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Gemäß einem heute von der EU-Kommission vorgelegten Verordnungsvorschlag sollen Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel binnen sechs Monaten nach ihrer Geburt einen eigenen Pass erhalten.
Gleichzeitig mit der Ausstellung des Passes wird dem Tier im Halsbereich ein auf das Dokument abgestimmter Chip implantiert. Dieser wird mit einer individuellen Kennnummer in einer Datenbank registriert, sodass der Vierbeiner identifizierbar bleibt, auch wenn sich sein Name oder Standort ändert.
"Das heutige Identifizierungssystem für Pferde ist überholt. Es muss an die technische Entwicklung angepasst werden. Mit der von der Kommission angenommenen Verordnung wird dies realisiert. Durch sie wird ein besseres Identifizierungssystem eingeführt, das uns letztendlich auch dabei helfen wird, Tierkrankheiten zu bekämpfen", betonte EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou.
Die Identifizierbarkeit ist nicht nur aus Gründen der Tiergesundheit notwendig, sondern auch, um sicherzustellen, dass bestimmte für die öffentliche Gesundheit wichtige Anforderungen erfüllt werden, da Pferde & Co, auch Equiden genannt, auch für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden.
In der Richtlinie 2001/82/EG über einen Gemeinschaftskodex für Tierarzneimittel ist für Equiden eine spezielle Ausnahmeregelung für die nicht vorschriftsmäßige Verwendung bestimmter Tierarzneimittel festgelegt.
Der heutige Vorschlag sieht laut EU-Kommission ein einheitliches Formular vor, mit dem ausgeschlossen werden soll, dass Pferde und Esel in die Lebensmittelkette gelangen, wenn sie einer bestimmten medizinischen Behandlung unterzogen wurden, beziehungsweise mit dem die Schlachtung im Hinblick auf menschlichen Verzehr für sechs Monate ausgesetzt wird, wenn einem Tier bestimmte dort aufgeführte Tierarzneimittel verabreicht wurden.
Die Verordnung, die voraussichtlich am 01.07.2009 in Kraft treten wird, sieht Ausnahmen für wild oder halbwild lebende Tiere vor. Importe von Equiden aus Drittstaaten sind von der Verordnung nicht betroffen, sie enthält aber Bestimmungen für die Identifizierung von Pferdeartigen, die endgültig in die EU eingeführt werden. Außerdem wird darin geklärt, wie der Pass als Instrument zur Sperrung von Equiden bei einem Seuchenausbruch genutzt werden kann.