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ePaper Schweizer Bauer

»Rangliste Kantonale Viehschau Obwalden 2008 |
Erstmals stand Franz Scheuber aus Engelberg der Schauveranstaltung als OK-Präsident vor und erfüllte den Auftrag bravourös. Die 12 auswärtigen Preisrichter kamen mit dem Rangieren der rund 50 Abteilungen zügig voran. Auf dem Platz standen 41 Stiere, 517 Kühe und 275 Rinder, total 833 Tiere. Diese Zahl erreicht nicht ganz jene vom Vorjahr. Denn die Aussteller liessen dank der günstigen Wetterlage viele angemeldete Tiere zum früheren Zeitpunkt der Schau vor Ende September noch auf der Alp. Wegen der Bekämpfung der BVD-Krankheit konnte die Schau nicht wie üblicherweise erst im Oktober abgehalten werden.
Die perfekte Schauorganisation liess auch die Nachmittagsveranstaltung zum eindrücklichen Erlebnis werden, und die präsentierten Schaubilder zeigten eine Zuchtqualität, von der jeder Viehzüchter nur träumen kann.
Palma hat bestes Euter
Es herrschte ideales Braunviehwetter, eher kühl, doch trocken. Die Stimmung jedoch zeigte flammende Begeisterung, als die Experten Jost Huser, Adi Arnold und Urs Landolt «ihre» insgesamt drei Gruppen mit zahlreichen Schöneuterkühen kommentierten. Landolt sprach bei der älteren Gruppe von langlebigen Kühen, die einiges geleistet haben. Lediglich Nuancen seien es, die vom Idealtyp abwichen. Ins Schwärmen geriet er bei der Kommentierung der Siegerin Playboy Palma mit der guten Euteraufhängung, dem herrlichen Sitz und den vier korrekten Zitzen.
Suleika ist die Schönste
Experte Josef Portmann hatte aus den erstrangierten Tieren aller Kuhabteilungen die Tagessiegerin zu bestimmen. Sein Auge richtete sich schliesslich auf die bekannte Poldi Suleika von Karl Peter aus Alpnach. Die Schau befand sich auf ihrem Höhepunkt. Der Präsident des SBZV, Markus Zemp, überbrachte der Züchterfamilie Peter eine Glocke als Anerkennung zum Tagessieg mit Suleika. Zemp gratulierte zur gelungenen Ausstellung. Vor 20 Jahren sei eine hervorragende breite Spitze bei den Abteilungen festzustellen gewesen.
Heute zeige die positive Entwicklung einheitlich milchbetonte, formatstarke Kühe mit hervorragenden Eutern. Schöne Kühe zu haben, sei wunderbar, doch nur, wenn sie etwas leisten. Nur mit weiteren Anstrengungen in der Leistungszucht könne das Braunvieh im Wettbewerb mithalten. Die ausländische Nachfrage nach Genetik aus der Schweiz sei stark gestiegen. Diese wohlverdiente Anerkennung des SBZV-Präsidenten wirkte wie Balsam für die Züchterschar, und sie wird Ansporn sein, den beschrittenen Weg mit dem Ziel der positiven Entwicklung weiterzuverfolgen.