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OLMA 2008

Olma-Vierrassenschau: Gordon Belindas Euter faszinierte

Würdige Siegerinnen in allen Rassen prägten die 7. Vier-Rassen-Eliteschau an der Olma in St. Gallen. Bei der zahlenmässig stärkst vertretenen Rasse Braunvieh siegte die Gordon-Tochter Belinda von Ernst Sturzenegger aufgrund ihres Traumeuters. Mit Bildergalerie.
Die Siegerinnen aller Rassen (von links): Lyster Lifestyle, Drambuie Garenne, Gordon Belinda, Aelpler Alma und Rocket Fiona. / Marcel Wipfli

„Sie hat ein unglaubliches Euter für eine Viertlaktierende“, so der Kommentar von Richter Angelo Pozzatti zur Miss Braunvieh an der 7. Vier-Rassen-Eliteschau. Die Gordon-Tochter Belinda von Ernst Sturzenegger, Heiden, dominierte vor allem wegen ihrem fehlerfreien Euter die Konkurrenz wobei auch ihre Grösse und Brustentwicklung Pozzatti beeindruckten. Bereits im letzten Jahr stand Belinda im Auszug zur Misswahl und wurde nur knapp geschlagen. Dass das breite, lange, hoch angesetzte und festsitzende Euter nun eine Laktation später eher noch besser wurde, hatte sie nun ihren Konkurrentinnen um den Misstitel voraus. Der überglückliche Züchter Sturzenegger: „Für mich bedeutet dieser Miss-Titel gerade an der Olma alles“.

Sohn auf KB-Station

Von Swissgenetics-Sire-Analyst Ruedi Meier war zu erfahren, dass von Belinda demnächst ein Goliath-Sohn in den Prüfeinsatz kommt. Der Pixton-Sohn, geboren am 19. September 2008, wird in den nächsten Tagen wohl zu Swissgenetics auf die Aufzuchtstation wechseln.

Zur Vize-Miss ehrte Pozzatti die viel Kapazität zeigende Dähler’s Vogue Amsel von Hans Dähler, Muolen. Amsel konnte sich zuvor in einer qualitativ sehr überzeugenden Kategorie durchsetzen, bei welcher Pozzatti von drei potenziellen Siegerinnen sprach. So war hier die harmonische Poldi Panila, Corsin und Tönet Stuppan und Dähler’s Zoldo Handy, ebenfalls von Hans Dähler auf den Plätzen Zwei und Drei. Als weitere Kategoriensiegerinnen standen im Final die beiden zweitlaktierenden Brinks Biola von Hansruedi Heim, Gais, Abtop Denver Atlantic von Gisler’s Swiss Elite, Bürglen, und die Elevation-Tochter Mia von Martina Deuber, Altendorf. Mia steht in der ersten Laktation.

OB überzeugt Pozzatti

Neben den fünf Kategorien Braunvieh wurde auch eine siebenköpfige Kategorie Original-Braunvieh Kühe ausgestellt. Miss OB wurde die harmonische Aelpler Alma von Emil Breitenmoser, Andwil SG. Alma stand vor der Wiewaldo-Tochter Cecile von Werner Roos, Beromünster, und Bardo Beatris von Xaver Bürgler, Illgau. Angelo Pozzatti zeigte sich über die stetigen Zuchtfortschritte beim OB sehr erfreut.

Jacques Rouiller, Romanens, hatte die Ehre zwei Kategorien Holstein zu richten. Bei den jüngeren Kühen siegte die Erstlaktierende La Tour Rustler Safir aus dem Stall von Daniel Martin, Villar-sous-Yen. Die andere Kategorie dominierte Meiender Lyster Lifestyle von Herbert Ender aus Büsserach. Die für Holsteinniveau grossgewachsene Lifestyle wurde schliesslich aufgrund ihres gut entwickelten Typs mit harmonischen Übergängen, einem langen und breiten Becken und den guten Beinen Miss Holstein. Lifestyle steht in der zweiten Laktation und ist mit 84 Punkten beschrieben.

Drambuie-Tochter

Heinz Bauer aus Travers war zuständig für die Richterarbeit der Kategorien aus dem Schweizerischen Fleckviehzuchtverband. In der Sektion Simmental gewann die grossgewachsene und dennoch sehr harmonische Leo-Tochter Calma von Gilbert Christen aus Cheseaux-Noréaz vor Tamaro Coraile von der Betriebsgemeinschaft Poncet, Ballaigues und Jumbo Etoile vom Betrieb Bourg und Wolf in Mollie-Margot. Siegerin Calma überzeugt nicht nur das Exterieur sondern auch durch ihre Leistungen bis knapp 11'000 kg. Jedoch ist diese Leistung im Stall des Simmental-Züchters Christen bei weitem nicht die Höchstleistung. Die Kühe der Sektion Swiss Fleckvieh mussten wegen ihrer zahlenmässig kleinen Vertretung mit der Sektion Red Holstein mitlaufen. Siegerin der ersten RH-Abteilung wurde Témont Marine Bambou von der Betriebsgemeinschaft Gavin und Hadorn in Seigneux. Die zweite Abteilung gewann Garenne von Yves Ravanel, Trélex, eine Tochter von Drambuie. Die mit einem guten Euter ausgestattete Garenne erhielt schliesslich den Misstitel Fleckvieh. Garenne war aber auch bezüglich oberer Linie, in der Vorhand sowie im Knochenbau ihrer RH-Konkurrenz voraus. Im Final um den Misstitel hatte Baur die schwierige Aufgabe sich zwischen der Red-Holstein-Kuh Garenne und der Simmentaler-Kuh Calma zu entscheiden. So musste Heinz Bauer abwägen welche Kuh dem ideal der jeweiligen Sektion näher kam. Garenne konnte sich als Miss feiern lassen.

Titel verteidigt

Den Titel Miss Jersey konnte Hansueli Keller, Gantenschwil, mit Rocket Fiona wie im letzten Jahr nach Hause nehmen. Den zweiten Rang dieser fünfköpfigen Kategorie belegte Mamibel Paramount Mazarine von Véronique Monney, Les Cullayes.

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Marcel Wipfli [19.10.08 21:44]
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