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Bekämpfung von Feuerbrand

Antibiotika-Spuren auch in Schweizer Äpfeln nachgewiesen

Auch Schweizer Äpfel weisen Spuren von Antibiotika gegen Feuerbrand auf. Untersucht wurden Proben aus den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Zürich. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Streptomycin in Äpfeln aus Vorarlberg nachgewiesen wurde.

Es handle sich nur um geringe Mengen, sagte der Thurgauer  Kantonschemiker Christoph Spinner am Montag zu einer Meldung von  «Radio Top». Gesundheitlich seien die Äpfel absolut unbedenklich.  Allerdings sind die Fachleute überrascht. «Einen Nachweis in Äpfeln  hat niemand erwartet,» sagte Christoph Spinner.

Grossteil der Proben belastet

Zwar sei es grundsätzlich nicht erstaunlich, dass sich Spuren  von Pflanzenschutzmitteln in einer Frucht nachweisen lassen. Bei  Streptomycin, das zur Bekämpfung des Feuerbrands eingesetzt wird,  habe man jedoch damit gerechnet, dass es sich schneller abbaue.

Nach ersten Meldungen aus Österreich haben die Kantonalen Labore  St. Gallen und Zürich ihre Nachweismethoden verfeinert. Insgesamt  wurden 62 Proben aus behandelten Anlagen untersucht. Davon war das  Antibiotikum in 52 Proben nachweisbar. Warum auch Äpfel aus einer  unbehandelten Anlage Spuren von Streptomycin aufwiesen, ist noch  unklar.

Kein Höchstwert in der Schweiz

Die gefundenen Rückstände betragen 0,0005 mg/kg bis 0,009 mg/kg.  In der Schweiz und in der EU gibt es keinen Höchstwert für  Streptomycin in pflanzlichen Lebensmitteln. In Österreich gilt ein  Höchstwert von 0,05 mg/kg.  

Mit einem Absatzeinbruch rechnet Edwin Huber, Präsident des  Thurgauer Obstverbandes jedoch nicht, weil die Verunreinigung so  gering sei. «Ich hoffe, dass der Konsument das richtig einschätzen  kann,» sagte er auf Nachfrage.

In der Schweiz wurde im Jahr 2008 Streptomycin zum ersten Mal  zur Bekämpfung des Feuerbrands eingesetzt. Wegen der bakteriellen  Pflanzenkrankeit mussten im Frühling 2007 mehr als 100 Hektaren  Obstanlagen und rund 10 000 Hochstammbäume vernichtet werden.


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sda [17.11.08 22:21]
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