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Die Erkrankung tritt in verschiedenen Regionen Deutschlands auf. In Bayern hat der Tiergesundheitsdienst (TGD) dieses Krankheitsbild bei rund vierzig Kälbern festgestellt. Die Rinderklinik der Universität München berichtet ebenfalls von derartigen Fällen. Wie der TGD meldet, sind hauptsächlich Kälber im Alter von zwei bis drei Wochen betroffen, heisst es in einem Bericht von agrarheute.com. Nach einer meist normalen Geburt und Entwicklung in den ersten Lebenswochen treten plötzlich Blutungen an unterschiedlichen Stellen des Körpers auf, ohne dass eine Verletzung der Haut erkennbar ist, berichteten betroffene Tierhalter. Der Blutaustritt könne spontan durch die intakte Haut und aus Körperöffnungen erfolgen. Im Zusammenhang mit durchgeführten Behandlungen, wie zum Beispiel dem Einziehen der Ohrmarke oder nach Injektionen, wird von unstillbarem Nachbluten aus der Wunde berichtet. Auffallend sei die fortschreitende Blässe des Flotzmauls und der Schleimhäute. Der Tod trete meist wenige Stunden bis Tage nach Beobachtung der ersten Symptome ein, beobachtete der TGD.
Bei der pathologisch-anatomischen Untersuchung wurden bisher bei allen betroffenen Kälbern massive Blutungen in das Unterhautbindegewebe, in die Körperhöhlen, in den Darm und in andere Organe festgestellt. In allen Fällen konnte eine stark ausgeprägte Schädigung des Knochenmarks diagnostiziert werden. Daher lasse sich die beobachtete Blutungsneigung als Folge einer Störung der Blutgerinnung erklären, die durch den fehlenden Nachschub von Blutplättchen aus dem geschädigten Knochenmark verursacht wird. Nach wie vor ungeklärt seien die Ursachen beziehungsweise die Umstände, die zu der beobachteten Knochenmarksschädigung führen.