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Weniger Stallplätze

Europäische Union: Neue Höchstgrenzen für Geflügelbetriebe

Das Europaparlament will strengere Vorschriften zur Gülleausbringung ausarbeiten sowie die Zahl von Stallplätzen herab setzen. So wird die Obergrenze von Tierplätzen für Geflügelbetriebe herunter gesetzt.
Für EU-Geflügelbetriebe soll es eine Herabsetzung der Tierbestände geben.

Am Donnerstag wird sich zeigen, wie es die Europaabgeordneten mit zusätzlichen Auflagen an Agrarbetriebe zur Verringerung von Stickstoffemissionen halten. Dann entscheidet das Plenum des Europäischen Parlaments in Erster Lesung über die Neufassung der europäischen Richtlinie für die immissionsschutzrechtliche Prüfung zur Vermeidung von Umweltauswirkungen (IVU-Richtlinie).

Tierplätze bei Geflügebetrieben

Darin enthalten sind unter anderem eine Genehmigungspflicht für die Gülleausbringung, die Herabsetzung der Zahl von Stallplätzen für genehmigungspflichtige Anlagen in der Geflügelhaltung sowie zusätzliche Dokumentations- und Sorgfaltspflichten in Bezug auf Gewässer- und Bodenverunreinigungen. Während hinsichtlich der Grösse der Stallanlagen bislang Geflügelbetriebe ab 40'000 Tierplätzen einen Genehmigungsantrag stellen müssen, schlägt die Kommission vor, künftig nach Art zu differenzieren und eine Schwelle bei 30'000 Legehennen, 24'000 Enten oder 11'500 Puten einzuführen. Für Masthähnchen wird die Grenze weiter bei 40'000 Tieren gezogen.

Bauernverband unzufrieden

Der Deutsche Bauernverband (DBV) machte seinem Unmut über die geplanten Änderungen bereits wiederholt Luft. Hinsichtlich der Gülleausbringung warnt der DBV vor Doppelregulierungen, da entsprechende Vorschriften bereits in der Nitratrichtlinie enthalten seien. An den geplanten Auflagen zum Gewässer- und Bodenschutz kritisiert der DBV vor allem, dass der Betreiber den Ausgangszustand bei Baubeginn auf relevante Verunreinigungen dokumentieren und nach Beendigung der Tätigkeit wiederherstellen soll . Der Berichterstatter im Europaparlament, Holger  Krahmer , erklärte gegenüber dem Presse- und Informationsdienst AGRA-EUROPE, er sehe insbesondere die geplante Genehmigungspflicht zur Gülleverwendung problematisch. "Bauernhöfe sind keine Industrieanlagen", so der FDP-Politiker. Ferner seien die betreffenden Tatbestände bereits ausreichend anderswo geregelt. Diese Ansicht wird von Experten im Bundeslandwirtschaftsministerium geteilt.


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