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»Zur Bildergalerie der LUBRA 2009 |
"Wenn man diese Kühe sieht, ist einem klar wieso Luzern aktueller Schweizer Meister der Züchtergruppe ist." Diese und ähnliche Aussagen hörte man am vergangenen Samstag in der Kriegerhalle in Ruswil an der LUBRA 2009 nicht nur von den beiden Richter Heini Stricker, Mörschwil SG und August Koller, Ardez GR, sondern auch von den vielen Fachleuten aus der ganzen Schweiz. Eindrücklich waren vor allem die Schöneuterwettbewerbe der Braunviehkühe. In keiner Sekunde hatte man das Gefühl, dass man sich mit der LUBRA an einen kantonalen Anlass befand, sondern an einer der grossen nationalen Ausstellungen. Die Liste der Kuhnamen die sich schliesslich in den Finals befanden, liest sich auch wie an einer nationalen Schau.
Gardan Rosina dominiert
Dass mit dem Schweizer Betriebsmeister Kurt Willmann, Menznau, auch an der LUBRA gerechnet werden musste, war schon seit der IGBS-Ausstellung klar. Willmann Dominanz ist aber eindrücklich. So holte Willmann mit Gardan Rosina mit einem fehlerlosen Euter den Schöneutertitel vor Winkelried President Samba und Jolden Diana beide von Ueli Bürkli, Schachen. In der Wahl um den Championtitel war die Frage wie stark der Richter Heini Stricker die Euterqualität von Rosina gewichtet und ob dies reicht um Zoldo Mara ebenfalls von Kurt Willann hinter sich zu lassen. Es reichte. Willmann feierte seinen Doppelsieg von Rosina vor Mara unter grossem Jubel seiner Anhängerschaft. Auch den Genetikpreis gewann Gardan Rosina. Obwohl Mara den feineren Knochenbau und eine bessere obere Linie hat als Rosina, reichte es nicht um den kleinen Nachteil beim Euter wettzumachen. Denn Mara zeigte nicht mehr wie am Morgen ein derart ausgeprägtes Zentralband.
Den Schöneutertitel der jüngeren Kühe gewann die Zweitlaktierende Hofstetter's Paro Primeli von Josef Hofstetter, Entlebuch. Primeli bereits am Gotthard Open 2008 von vielen als die Zukunftskuh gehandelt, meldete sich eindrücklich in den Schauring zurück. Zweite in diesem Wettbewerb wurde die Grosstochter der bekannten Starbuck Donau, Studer's BS Jolden Joy. Die Erstlaktierende gehört Markus Studer, Schüpfheim, welcher an der LUBRA erneut erfolgreich war. Sowohl Primeli von Hofstetter als auch Joy von Studer waren dann neben Jolden Diana von Ueli Bürkli im Auszug zum Final der Championwahlen.
Dritte im Schöneuterwettbewerb der jüngeren Kühe wurde Mocambo Joya von OK-Präsident Josef Portmann, Schüpfheim. Portmann durfte sich neben einer tadellosen LUBRA also auch über seine Zuchtarbeit freuen.
OB-Züchter verdienten Respekt
Beim Original Braunvieh war die Spitze wie erwartet ebenfalls sehr gut. Es wurde eine Abteilung Rinder und vier Abteilungen Kühe gezeigt. Wie beim Braunvieh war die Schöneuter- und Tagessiegerin die gleiche Kuh. Die sehr harmonische Lustenberger OB Grandor Greta von Josef Lustenberger gewann die Titel. Im Schöneuterwettbewerb belegten die Kühe Bucher's Reno Rildi, von Thomas Bucher, Neuenkirch, und Wiewaldo Cecile von Werner Roos, Beromünster die Ehrenplätze. Die überaus erfolgreiche Zuchtarbeit der Original-Braunviehzüchter wird auch im Kanton Luzern von den Braunviehzüchtern geschätzt und respektiert. Eine Entwicklung die in der ganzen Schweiz zu beobachten ist.
Luzern immer besser
Eines dürfte aber nach der LUBRA 2009 schon jetzt klar sein. Wer dem aktuellen Schweizer Meister Titel der Züchtergruppen den Titel im kommenden Herbst an Swiss Classic in Zug wegschnappen will, muss diese Luzerner schlagen. Dies dürfte auch der Rekordmeister Graubünden am Samstag zur Kenntnis genommen haben. Wäre beiden Züchtergruppen im Kanton Luzern in einer Züchtergruppe vereint, würde im jetzigen Zeitpunkt der Sieger wohl Luzern heissen. Mit der aktuellen Konstellation nehmen die an der LUBRA sehr stark auftretenden Entlebucher der Züchtergruppe Luzern aber etwas Wind aus den Segeln. Bis im Herbst kann aber in der Viehzucht bekanntlich noch viel passieren.