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Gentechnologie

Schon 26 EU-Regionen lehnen GVO ab

Das Netz der gentechnikskeptischen EU-Regionen wird zunehmend engmaschiger. Ganz Griechenland hat sich der Charta von Florenz angeschlossen.

Der Zusammenschluss von gentech-kritischen Regionen, der im November 2003 unter der Federführung Oberösterreichs und der Toskana von zehn Regionen gegründet worden war, zählt inzwischen 26 Mitglieder.

Anfangs April unterzeichneten die italienische Region Umbrien, das französische Department Midi-Pyrénées, die spanische Region Principado de Asturias, Kärnten und ganz Griechenland die Charta von Florenz.

Damit verpflichteten sie sich, konventionelle und ökologische Kulturen vor gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nach Kräften zu schützen. Fünf weitere Regionen - aus Frankreich Centre, Bourgogne und Picardie sowie aus Polen Malopolska und Masowien - kündigten an, dem Netzwerk ebenfalls beitreten zu wollen.

Fischer Boel nimmt Regionen mit Skepsis zur Kenntnis

Inzwischen nimmt auch die Europäische Kommission den Zusammenschluss zur Kenntnis. Erstmals traf EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel anfangs April Vertreter der beteiligten Regionen.

Für Fischer Boel sei die pauschale Verhängung von Gentechnikverboten in ganzen Landstrichen mit dem Gemeinschaftsrecht nicht vereinbar. Nur wenn für eine bestimmte Kulturart nachgewiesen werden könne, dass die Koexistenz zwischen herkömmlichen und gentechnisch veränderten Pflanzen in einer Region nicht anders gewährleistet werden könne, sei ein GVO-Anbauverbot für diese Kultur denkbar. age

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[12.04.05 10:20]