schweizerbauer.ch
Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer
»Online-Suche:
Umstrittene Werbung

Aldi zieht umstrittene Kalbfleischwerbung zurück

Aldi wollte mit Kälbern und Kühen auf der Weide für Suisse-Garantie-Kalbfleisch werben. Mutterkuh Schweiz intervenierte, worauf Aldi das umstrittene Sujet zurück zieht.
Mit Inseraten in Tageszeitungen warb der Discounter Aldi Suisse diese Woche für Kalbfleisch («CHalbfleisch»).

Mit Inseraten in Tageszeitungen warb der Discounter Aldi Suisse diese Woche für Kalbfleisch («CHalbfleisch»). Der Slogan  «Glückliche Tiere geben besseres Fleisch, …, nur Kalbfleisch aus art- und umweltgerechter Haltung nach den strengen Vorgaben von Suisse Garantie» stimmte zwar schon. Doch die Aussagen wurden mit einem Foto von Mutterkühen und Kälbern auf der Weide unterstützt.
In der Schweiz gibt es allerdings nur ein einziges Label für Kalbfleisch aus der Mutterkuhhaltung. Es heisst Natura-Veal und gehört Mutterkuh Schweiz, vermarktet wird es exklusiv von Coop.

Urs Vogt, von Mutterkuh Schweiz betont: «Kalbfleisch wird in der Schweiz in Stallhaltung, allenfalls kombiniert mit Laufhofhaltung, produziert. Die Vorgaben von Suisse Garantie bezüglich Haltung entsprechen den Mindestanforderungen des Tierschutzgesetzes.» Die Werbung mit Kühen und Kälbern auf der Weide stimme mit der Realität der Kalbfleischproduktion  nicht überein. Die Werbung täusche auf fahrlässige und unverantwortbare Weise die Konsumenten.
Mutterkuh Schweiz hat daraufhin schriftlich bei Aldi Suisse interveniert und verlangt, dass diese unkorrekte Werbung sofort und vollumfänglich eingestellt werde.

Auch der «Schweizer Bauer» hat bei  Aldi-Pressesprecher Sven Bradke nachgefragt. Am Donnerstag war sich Aldi noch keiner Schuld bewusst, und Sven Bradke meinte, wenn man ein realitätsgetreues Bild von der Kälbermast zeigen würde,  würden die Leute wohl kein Kalbfleisch mehr essen.

Am Freitag kam dann aber der Rückzug.  Aldi zieht das umstrittene Plakat  zurück. «Wir wollten niemanden angreifen oder die Konsumenten hinters Licht führen», betont Sven Bradke, «das Bild hat uns gefallen, doch wir respektieren die Einwände gegen das Sujet.»


Artikel ausdrucken
Artikel per Mail versenden
Schrift vergrössern
Susanne Meier [30.10.09 15:22]
Das Wetter in
Sa
 
So
 
Mo
Mehr Wetter » Mehr Wetter » Mehr Wetter »
-16° | -10°
-12° | -9°
-12° | -7°

»Zur Wetterübersicht