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Der Schweizerische Schafzucht- (SZV) und der Ziegenzuchtverband (SZZV) wollen zusammen mit dem Verein zur Verteidigung gegen Grossraubtiere (VVG) eine Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern organisieren. Moritz Schwery, Präsident der Kommission Grossraubtiere des SZV, betont: «Wir wollen die Öffentlichkeit informieren, aber nicht provozieren. Wir wollen, dass man die Prioritäten richtig setzt und den Schutz des Wolfs nicht über den Schutz der Nutztiere stellt.» Mit Hilfe von Flugblättern will man die Passanten informieren, zu Handen der National- und Ständeräte wird ein Brief vorbereitet.
Konkret soll der Nutzen, den die Schaf- und Ziegenhaltung in der Schweiz bringt, dem Aufwand gegenüber gestellt werden, den der Schutz vor Wölfen erfordert. Nutzen und Aufwand stehen beim Versuch, den Wolf wieder in der Schweiz anzusiedeln, in einem totalen Missverhältnis: Die Haltung von Kleinwiederkäuern hingegen leistet einen wichtigen Beitrag für die Produktion von natürlichen, ökologisch wertvollen und qualitativ hochstehenden Lebensmitteln und für die Pflege der Kulturlandschaft.
Gemäss Jürgen Rohmeder, Sekretär des VVG, wurde das Datum der Kundgebung bewusst auf den letzten Arbeitstag vor Beginn der Winter-Session gesetzt: «Wir wollen die Motionen der beiden Nationalräte Oskar Freysinger (SVP/VS) und Roberto Schmidt (CVP/VS) unterstützen, welche den Austritt der Schweiz aus der Berner Konvention fordern.»
SZV, SZZV und VVG rufen Schaf- und Ziegenzüchter aus Solidarität mit den Züchtern, die durch Wölfe Verluste erlitten haben, zur Teilnahme an der Kundgebung auf, die am Freitag, 20. November, ab 11.30 Uhr vor dem Bundeshaus in Bern stattfindet. Die Kantonalverbände werden eingeladen, auch in den Kantonen die Öffentlichkeit vermehrt zu informieren.