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Die fünf besten werden nach einigen Monaten für die Zucht ausgemustert. Viele Kampfkühe werden die Stiere jedoch nicht zu Gesicht bekommen, da sie ausschliesslich für die Zucht durch künstliche Besamung eingesetzt werden.
Bisher hatte der Verband für Samenproduktion, Swissgenetics, jährlich fünf ausgewachsene Stiere für die Befruchtung gekauft. Martial Aymon, Präsident des Eringerverbands, begrüsst den Entscheid des Kantons, sich an der Zucht der selten gewordenen Eringer Rasse zu beteiligen: „Der Eringerverband zählt auf dieses neue Selek-tionsverfahren, um die Rasse weiterhin zu veredeln.“
Tatsächlich dürfte das neue Selektionsverfahren der Zucht des Eringer Rinds, welches in der Schweiz als „Walliser Kampfkuh“ bekannt ist, neuen Auftrieb verleihen und den Fortbestand der Rasse gewährleisten. Denn obwohl nur 50 Prozent der Rinder mithilfe künstlicher Besamung gedeckt werden (viel weniger als bei anderen Ras-sen), war es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, genügend Bullen für die Zucht durch künstliche Besamung zu finden.
„Die Eringer Kühe in ihrer Ursprünglichkeit sind ein Symbol des wilden und ursprünglichen Wallis“, sagt Urs Zenhäusern, Direktor von Wallis Tourismus. Pierre-Yves Felley, Direktor der Walliser Landwirtschaftskammer fügt bei: „Die Eringer Kühe gibt es nur bei uns. Sie gehören zum Wallis wie die sechs ursprungsgeschützten Produkte, Munder Safran, Raclette-Käse, Walliser Roggenbrot, unzählige Weine, sowie die Abricotine und der Branntwein aus Walliser Williamsbirnen. Das Label AOC garantiert, dass es sich um das Original handelt: Ein Schweizer Produkt, das aus dem Wallis stammt."