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Die genetische Analyse der Kotprobe habe ergeben, dass die Schafe auf der Alp Flix oberhalb von Sur in der Nacht auf den 21. Oktober eindeutig von einem Wolf gerissen worden seien, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi am Dienstag zu Berichten in regionalen Medien.
Der Wolf sei italienischer Abstimmung, mehr sei über das Tier nicht bekannt. Ob sich das Raubtier noch in der Mittelbündner Region Oberhalbstein aufhält, ist unklar. Weitere Risse wurden nicht gemeldet, und in eine aufgestellte Fotofalle tappte der Wolf nicht.
Letztmals hat in Graubünden ein Wolf im Grenzgebiet der Talschaft Prättigau zum österreichischen Vorarlberg zugeschlagen. Er riss im August auf einer Alp oberhalb von Seewis zwölf Schafe einer Herde mit 500 Tieren. Dieser Wolf wurde danach wiederholt im Vorarlberg beobachtet.
Es gebe relativ viele Wölfe, die sich vorübergehend auf Kantonsgebiet aufhielten, sagte Brosi. Nachweislich stationär ist aber nur einer: «Surselva Wolf» wird er genannt. Das Männchen hält sich seit 2002 im Bündner Oberland auf und ernährt sich vor allem von Wild.
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) geht aufgrund genetischer Analysen davon aus, dass sich in der Schweiz im Minimum zwölf Wölfe aufhalten. Auf ein weiteres halbes Dutzend deuten Schafrisse hin. Eine baldige Rudelbildung ist wahrscheinlich, denn unter den Tieren wird mindestens ein Paar vermutet.