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Die Mehrheit der Bundesländer hatte sich für ein Ende der Impfpflicht ausgesprochen und einen entsprechenden Antrag im Bundesrat gestellt. Dieser hat dem Antrag heute zugestimmt. Landwirte dürfen somit künftig selbst entscheiden, ob sie ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen oder nicht.
Offen ist noch, ob die EU auch die freiwillige Impfung kofinanzieren wird. Das Bundesministerium hat einen Antrag dazu an die EU gestellt, so ein Ministeriumsmitarbeiter gegenüber top agrar. Er rechnet aber frühestens im Januar mit ersten Gesprächen.
Das jetzt beschlossene Ende der Impfpflicht wurde in der Branche zuletzt kontrovers diskutiert. Während sich Impfverweigerer bestätigt fühlen, appellieren Verbände und Experten an die Rinderhalter, ihre Tiere dennoch impfen zu lassen. Beispielsweise weist die Rinder-Union West darauf hin, dass für die Vermarktung von Zuchtrindern in Drittländer und weitere wichtige Abnehmerländer die Impfung weiterhin zwingende Voraussetzung ist.