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Dezember-Boy

Bauernkalenderboy Cédric mag das Verladen der Muni nicht

Jeden Monat stellt der „Schweizer Bauer“ den Mann auf dem Kalenderblatt in seinem Alltag vor. Bauernkalenderboy Cédric auf dem Dezemberblatt mästet Kälber-, Muni- und Poulets.
Dezember-Bauernkalenderboy Cédric.

Wie fühlst du dich, jetzt wo dein Bild momentan in zahlreichen Ställen, Werkstätten und Büroräumen für alle sichtbar hängt?
Es stört mich nicht und macht mir nichts aus. Auch wenn ich schon ein bisschen stolz bin auf dieses Foto.

Du posierst als Mann in einem erotischen Kalender. Wie hat dein Umfeld darauf reagiert?
Antwort: Die meisten aus meinem Umfeld finden es sympathisch, eine Person zu kennen – auch wenn sie entblösst ist, welche in einer Publikation zu sehen ist, die in der ganzen Schweiz erhältlich ist. 
 
Wie hast du dich für den Bauernkalender angemeldet und was war deine Motivation, dabei mitzumachen?
Eine Kollegin hat mir ein sms geschrieben und mir vorgeschlagen, mich casten zu lassen. Ich dachte, weshalb nicht versuchen. Das war mehr spasseshalber und ich habe meinem jüngeren Bruder vorgeschlagen, mitzumachen. Meine Frau hat in der Geflügelhalle ein Foto von uns gemacht, wir haben zusammen am Casting mitgemacht, aber mein Bruder war nicht mehr unter den ersten 14. Ich habe mir gedacht, mit dieser Aktion zum Image der Landwirtschaft beitragen zu können, zeigen, dass auch ein Landwirt seinen Körper pflegen kann.

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Vor allem am Anfang. Aber auch jedes Mal, wenn ich Gymnastik-Wettkampf habe (mehr oder weniger in der ganzen Schweiz), ist da ein Kollege, der mir eine lustige Bemerkung macht.

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich bin Landwirt in einer Betriebsgemeinschaft mit meinem Vater. Wir haben Kalber- Muni- und Pouletmast. Während des ruhigeren Winters führen wir Reparaturen an Gebäuden und Maschinen durch und schlagen Holz.

Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die Liebste, welche magst du am wenigsten?
Am liebsten repariere ich Maschinen. Am wenigstens mag ich das Verladen der Muni.

Was bedeutet dir die Landwirtschaft, das Landleben?
Ich bin auf dem Land mit meinen Eltern, meinen drei Brüdern und meiner Schwester aufgewachsen. Ich glaube, dass man das Leben anders sieht, wenn man beim Mithelfen früh lernt zu arbeiten. Man lernt Dinge, die man in der Schule nicht lernt, man entdeckt die Natur.

Wo siehst du die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft? Wo die Herausforderungen?
Ich glaube, dass die Zukunft der  Schweizer Landwirtschaft besser werden könnte, wenn alle Schweizer Schweizer Produkte kaufen würden. Die aktuelle Politik führt uns dazu, die Landschaft mehr zu pflegen als zu produzieren.

Du zeigst dich im Kalender gestylt und freizügig. Was für ein Typ bist du im „normalen“ Leben? 
Ich bin dynamisch, aktiv. Ich nehme mir Zeit für die Familie und lasse meinen 17 Monate alten Sohn das Landleben entdecken. Ich mache viel Sport, auch mit der Familie.

Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach?
Das Aussehen vermittelt für mich den ersten Eindruck, den man von einer Person gewinnt. Doch das Aussehen ist nicht alles.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Im Allgemeinen ja, die Frauen schauen zu sich und manchmal kaufen sie auch Produkte, um die Erscheinung ihres Partners aufzubessern…

Auf was schaust du bei einer Frau zuerst?
Die allgemeine körperliche Erscheinung, die Figur, dann das Gesicht.


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Interview: sam [30.12.09 14:12]
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