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Braunvieh

Markus Studer ist neuer Braunvieh-Betriebsmeister

Markus Studer, Schüpfheim wird neuer Braunvieh-Betriebsmeister vor Ueli Bürkli, Schachen, auf dem zweiten und Wendelin Casutt, Falera, auf dem dritten Platz. Champion wird Jaker Corina ebenfalls von Markus Studer.Mit Bildergalerie und Videos.
Champion: Jaker Corina, Markus Studer, Schüpfheim. / Marcel Wipfli

Nach dem grossen Erfolg an der Swiss Classic wurde Markus Studer für die Braunvieh-Betriebsmeisterschaft zum Kreis der Titelanwärter gezählt. Am Samstag bestätigte er diese Erwartungen vollumfänglich und gewann in der  Markthalle in Wattwil SG auf eindrückliche Art und Weise den Titel des Schweizer Betriebsmeisters. Die zwei Abteilungssiege, einerseits mit den Erstlaktierenden Studer’s BS Jolden Joy und anderseits von der Drittlaktierenden Jaker Corina, legten den Grundstein des Erfolgs. So reichte schliesslich der fünfte Rang von Studer’s BS Eagle Enrica bei den Drittlaktierenden zum Sieg.
Nur noch wegen der Milchwert-Abteilung wurde es nochmals sehr spannend. Mit gerade 0,2 Punkten Vorsprung gewann Studer schliesslich vor dem dreifachen Rekordsieger Ueli Bürkli, Schachen LU. Er büsste nämlich beim Milchwert mit Rang 14 gegenüber Bürkli (Rang 5) noch 1,8 Punkte ein. Studers Erfolg ist in Anbetracht der Tatsache, dass er nur gerade 15 Kühe im Stall hat, mehr als bemerkenswert.


Sehr kleine Abstände

Den dritten Rang hinter den zwei Luzerner Züchtern belegte Wendelin Casutt, Falera GR. Die nur 0,2 Punkte Rückstand von Casutt auf Bürkli zeigen, dass es in den fünf Ausgaben der Betriebsmeisterschaft noch nie so eng um die Entscheidung war. Auf dem vierten Rang fand sich Newcomer Hansueli Lanker, Waldstatt, vor Georg Florin. Einmal mehr in die Top Ten schaffte es mit einer ausgeglichenen Leistung auch der Organisator der Betriebsmeisterschaft, Emil Zwingli, Wattwil. Ezio Pedrini, Airolo, belegte Rang 8 vor Franz-Heiri Gisler, Bürglen, und Toni Huber, Oberhelfenschwil.

Titel bleibt in Luzern

In der fünfjährigen Geschichte der Betriebsmeisterschaft fanden sich immer Luzerner zuoberst auf dem Podest. Nach drei Siegen von Ueli Bürkli war es im vergangenen Jahr Kurt Willmann, Menznau, der den begehrten Titel für den abwesenden Bürkli für Luzern verteidigte. Willmann musste sich übrigens in diesem Jahr mit Rang 13 begnügen. Ausgerechnet bei der bekannten Zoldo Mara (Rang 7) verlor Willmann an Boden, und mit Rang 28 beim Milchwert war schliesslich die Top-Ten-Platzierung weg. Titelanwärter mussten in diesem Jahr bei derart hohem Niveau von allen drei aufgeführten Kühen im Durchschnitt die Punkte eines Podestplatzes holen und eine Milchwert-Rangierung im ersten Drittel erreichen, um im Titelrennen zu bleiben. So strauchelte manch einer der Titelanwärter spätestens bei der dritten Kuh oder beim Milchwert seiner Kuhgruppe.

Studers Sieg im Einzel

Auch in der Championwahl des Einzelwettbewerbs hiess der Sieger Markus Studer.  Die vielen Anhänger aus dem Entlebuch jubelten Studer beim Sieg mit der formatstarken und  ausgeglichenen Jaker Corina EX 95 zu. Die Kuh mit  Mention honorable  an der Swiss Classic beeindruckte den Südtiroler Richter Daniel Gasser: «Eine massige, starke Kuh mit einem Super-Euter.» Schliesslich habe die Strichstellung und die Brustbreite  den Ausschlag bei der Titelvergabe gegeben, so Gasser im Interview gegenüber schweizerbauer.ch. Den Reserve-Titel gewann Zimmermann’s Internet Quora von Wendelin Casutt. Quora verkörpert ebenfalls den langen, tiefen Typ Kuh, der breit in der Vorhand und im Becken ist und ein sehr gutes Euter hat.  Schaukondition und  Milchcharakter fand man wenig in Gassers Kommentaren.

Casutt mit zwei Trümpfen

Quora, die bis anhin eher unbekannte Kuh aus dem Stall Casutt, setzte sich in ihrer Abteilung 9 gleich vor zwei weitere Kühe aus der Bündner Gemeinde Falera. Die beiden ebenfalls bekannten Kühe Macario Muriel von Adrian Arpagaus und Wendelins Eros Lebunia von Wendelin Casutt hatten das Nachsehen.
Ob nun die Hierarchie im Stall Casutt mit Quora vor Lebunia geklärt ist, bleibt abzuwarten. Sowohl Muriel als auch Lebunia präsentierten sich in guter Form. Dass die ehemalige IGBS-Schöneutersiegerin Jetter Tiba sich auf Rang 12 oder Cadalbert’s Dani Raja auf Rang 8 klassierten, verdeutlicht das hohe Niveau der Schau. Wären da und dort in den einzelnen Abteilungen in den hinteren Ränge einige Kühe nicht etwas abgefallen, hätte man glatt von einer Neuauflage der Swiss Classic sprechen können.

Ex-Champion  überzeugte

Die Ehrenerwähnung bekam Denmark Biene von Beat von Rickenbach, Steinerberg, ein ehemaliger Betriebsmeisterschafts-Champion. Biene zeigte sich deutlich besser in Form als noch vor zwei Wochen an der Swiss Classic. Mit ihrem feinen Knochenbau und der perfekten Schaukondition setzte Biene Akzente. Durch den Auszug von fünf Tieren war die Schau bis zum Schluss spannend. In diesem Auszug  waren zudem Cadalbert’s Payoff Armida der Familie Cadalbert, Lantsch, und Zando Zamora von Hansueli Lanker, Waldstatt.
Im Rennen um das schönste Euter war es ebenfalls sehr spannend. Schliesslich jubelte eben Hansueli Lanker, Waldstatt, mit Zando Zamora. Zamora gewann vor Zoldo Zeta von Ueli Bürkli, Schachen, und Winetu Gilberta ebenfalls von Hansueli Lanker, der damit zu den grossen Siegern der 5. Betriebsmeisterschaft gehörte. Weiter im Auszug der Schöneuterwahl standen Florin’s Ace Ferga von Georg Florin, Serneus, und Denmark Biene.

Prominente Siegerinnen

Neben den besagten Kühen gewann bei den Erstlaktierenden Hess Select Rhythm Esmeralda von Hess Select, Dürnten. Bei den Zweitlaktierenden gab es mit Cadalbert’s Payoff Armida der Familie Cadalbert, Lantsch/Lenz und Wickli’s Prunki Anja von Ueli Wickli, Ennetbühl, zwei überzeugende Siege mit euterstarken Kühen.
Weiter gewann auch Toni Huber aus Oberhelfenschwil mit der Moiado-Tochter Aurora in der sechsten Abteilung mit Kühen in dritter Laktation.
In der Abteilung 8 gewann Winetu Gilberta von Hansueli Lanker eine überragende Abteilung vor Premium Distel von Franz-Heiri und Bärti Gisler, Bürglen, und Häcki’s Top Eagle Gloria von Karl Häcki, Hausen am Albis.

Bilder aller Abteilungen

Impressionen rund um die Ausstellung


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wpf/sam [03.01.2010 12:33]
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