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Dank der Impfung gegen Circoviren konnten die Verluste in der Schweinemast im Jahr 2009 deutlich reduziert werden. Dennoch dürfen die Vorbereitungen vor der Einstallung nicht vernachlässigt werden. Wichtige Aspekte beim Einstallen der Jager sind das Stallklima, die Trinkwasserversorgung, die Hygiene und eine adäquate Fütterung. Bei der Einstallung sollten die Temperaturen im Stall rund 23 bis 25°C betragen. Achten Sie auf das Liegeverhalten der Schweine.
Zu warme Temperaturen beim Einstallen (27 bis 28°C) begünstigen ein vermehrtes Koten auf die befestigten Flächen. Meist behalten die Mastschweine dieses Verhalten dann bei. Bei den Tränkenippeln ist die Durchflussrate zu überprüfen (1,5 Liter/Minute). Abgestandenes Wasser sollte abgelassen werden. Eine unzureichende Futteraufnahme kann ein Hinweis auf eine mangelnde Wasserversorgung sein.
Rechtzeitig (be)handeln
Regelmässige Kontrollgänge im Mastbetrieb sind unerlässlich. Nur so können Probleme rechtzeitig erkannt und nötige Massnahmen eingeleitet werden. Nehmen Sie sich Zeit dafür. Beobachten Sie die Gruppe und auch das Einzeltier. Gesunde Schweine sind neugierig und begrüssen Sie mit einem Grunzen. Auffällige Tiere mit abweichendem Verhalten (z.B.: matt, krummer Rücken, eingefallene Flanken, hängender Kopf) sollten mit einem Viehzeichenstift gekennzeichnet und der weitere Verlauf beobachtet werden. Geschwächte und kranke Tiere sind zu separieren. Jeder Betrieb sollte über eine geeignete Krankenbucht oder einen Krankenstall verfügen (warm, kleine Buchten, geeignete Einstreu, optimale Wasser- und Futterversorgung).
Im Krankenstall ist das betroffene Tier nicht mehr dem täglichen Konkurrenzkampf um das Futter ausgesetzt und kann gezielt behandelt werden. Durch die Entfernung kranker Tiere aus der Bucht wird auch der Infektionsdruck in diesem Abteil reduziert. Kranke Tiere nehmen meist weniger bis gar kein Futter mehr auf. Daher sollte eine notwendige Behandlung per Injektion durchgeführt werden.
Als Mäster beim SGD
Rund 90% der Zuchtbetriebe sind beim Schweinegesundheitsdienst (SGD) und nehmen dessen Dienstleistungen regelmässig in Anspruch. Leider liegt der Anteil der Mäster beim SGD mit rund 50% deutlich unter denen der Zuchtbetriebe. Aber auch die Mastbetriebe profitieren von einer Mitgliedschaft beim SGD. Neben regelmässsigen Betriebsbesuchen durch SGD-Tierärzte oder Bestandestierärzte mit einer SGD-Vereinbarung können auch Beratungen bei Reinigung und Desinfektion und Stallklimamessungen in Anspruch genommen werden. Beim Auftreten von gesundheitlichen Problemen im Mastbetrieb ist es wichtig, gezielte Untersuchungen einzuleiten.
Je nach Anzahl Mastplätze haben die Mastbetriebe ein jährliches Untersuchungsguthaben beim SGD. Nur durch ein gutes Netzwerk und Transparenz ist es möglich, die Gesundheit in den schweizerischen Schweinebeständen auf dem derzeitig hohen Niveau zu halten.