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Blauzungenkrankheit

Blauzungenkrankheit - Impfzwang wird aufgeweicht

Da die Zahl der Fälle von Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen im letzten Jahr stark zurückgegeganen ist, weicht das Bundesamt für Veterinärwesen BVET das Impfobligatorium auf. Bauern können für ihre Tiere per Gesuch eine Impf-Dispens beantragen.
Auch entzündete Augen gehören zum Krankheitsbild der Blauzungenkrankheit.

Wie das BVET am Donnerstag mitteilte, gilt für Schafe und Rinder  in der Regel aber weiterhin das ImpfobliGatorium. Damit wollen die  Tiermediziner ein Aufflackern der Blauzungenkrankheit verhindern.  Dass im Jahr 2009 in der Schweiz kein Tier an der für Menschen  ungefährlichen Tierseuche erkrankte, führt das BVET nämlich auf den  Impfzwang zurück, der 2008 und 2009 galt.

Das bislang Erreichte solle deshalb gefestigt werden, hiess es.  Eine Mehrheit der landwirtschaftlichen Organisationen und der  Tierärzteschaft habe sich für eine hohe Impfrate im laufenden Jahr  ausgesprochen.

Widerstand Rechnung getragen

Mit der Möglichkeit, Tiere von dem Obligatorium auszunehmen,  reagiert das Bundesamt gleichzeitig auf den Widerstand einzelner  Landwirte. Sie monieren, dass die Kühe wegen der Impfung weniger  Milch gäben und es zu Fehlgeburten komme. Um den Widerstand dieser  Bauern zu brechen, wurden in den letzten zwei Jahren mehrere  Personen gebüsst.

Diese Bauern dürfen nun im neuen Jahr ohne gerichtliche  Konsequenzen eine Dispens verlangen. Ihren Antrag müssen sie bis am  12. Februar bei den kantonalen Veterinärämtern einreichen.  Verzichten sie auf die Impfung, verlieren sie im Krankheitsfall den  Anspruch auf Entschädigung.

Wirksames Obligatorium

Die Blauzungenkrankheit ist im Oktober 2007 erstmals in der  Schweiz aufgetreten. Sie befällt vor allem Rinder, Schafe und  Ziegen. Anders als im Nachbarland Frankreich, wo sich die Krankheit  in dieser Zeit stark ausbreitete, wurde in der Schweiz dank des  Impfobligatoriums die Zahl der Fälle auf 74 beschränkt. In  Frankreich, wo die Impfung bislang freiwillig war, gilt nun im 2010  ein Obligatorium.


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sda [14.01.10 10:09]
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