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Elementarschäden 2009

Rund 14 Millionen Bauern nutzen weltweit Gen-Pflanzen

Weltweit bauen etwa 14 Millionen Landwirte gentechnisch veränderte Pflanzen an. Sie nutzten 2009 dafür 134 Millionen Hektar Boden und damit rund die vierfache Fläche Deutschlands.

Das geht aus dem Jahresbericht des internationalen Biotechnik- Verbands ISAAA hervor, der in Peking vorgestellt wurde. Damit hat  sich im Vergleich zu 2008 die Fläche um sieben Prozent vergrössert,  die Zahl der Landwirte um fünf Prozent.

Besonders bemerkenswert sei, dass 90 Prozent der Landwirte  Kleinbauern in Entwicklungsländern waren, berichtete das Internet- Portal transgen.de am Mittwoch.

Auf Rang 1 der Länderliste stehen weiterhin mit weitem Abstand  die USA mit 64 Millionen Hektar kommerzieller Anbaufläche für Gen- Pflanzen. Es folgen Brasilien (21,4 Millionen Hektar), Argentinien  (21,3), Indien (8,4), Kanada (8,2) und China (3,7).

In der Schweiz gilt seit 2005 ein Moratorium für gentechnisch  veränderte Tiere und Pflanzen in der Landwirtschaft. Die weltweit  bedeutendsten gentechnisch veränderten Pflanzen sind Soja, Mais,  Baumwolle und Raps.

China erlaubt Anbau von Bt-Reis

Der ISAAA-Bericht hebt vor allem China hervor, das den Anbau von  gentechnisch verändertem Bt-Reis und Phytase-Mais für Feldversuche  erlaubt habe. Bt-Reis sei gegen Schädlinge resistent und könne den  Einsatz von Insektiziden um 80 Prozent verringern sowie den Ertrag  steigern.

Phytase-Mais soll besser von Nutztieren verwertet werden als  gewöhnlicher Mais. Phosphor werde leichter freigesetzt und  beschleunige das Wachstum der Tiere.

Reis sei die weltweit bedeutendste Nahrungspflanze für Menschen,  Mais die wichtigste Nutzpflanze für Tierfutter. Die beiden Gen- Pflanzen müssten allerdings vor der Vermarktung nun noch zwei bis  drei Jahre getestet werden.

«Irreführende» Zahlen

ISAAA steht für International Service for the Acquisition of Agri- Biotech Applications. Der Verband wird unter anderem von UNO- Organisationen wie der UNESCO und von Agrarkonzernen wie Monsanto  finanziert.

Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die ISAAA-Zahlen  als «irreführend». So sei etwa die Anbaufläche für Gen-Mais in der  EU im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent zurückgegangen.

«Trotz massivster Bemühungen der Gentechnik-Industrie sind  weltweit über 90 Prozent der Ackerflächen gentechnikfrei», sagte  Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. 85 Prozent der  Gen-Pflanzen würden in nur vier Ländern angebaut.

In Spanien, Tschechien, der Slowakei und Rumänien sei der Anbau  von Gen-Pflanzen auf dem Rückzug, da höhere Saatgut-Preise, ein  unsicherer Absatz der Ernte und Probleme bei der Trennung von  konventionellen Pflanzen und Gen-Pflanzen den Anbau unattraktiv  machen.


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sda/dpa [24.02.2010 17:]
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