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Das geht aus dem Jahresbericht des internationalen Biotechnik- Verbands ISAAA hervor, der in Peking vorgestellt wurde. Damit hat sich im Vergleich zu 2008 die Fläche um sieben Prozent vergrössert, die Zahl der Landwirte um fünf Prozent.
Besonders bemerkenswert sei, dass 90 Prozent der Landwirte Kleinbauern in Entwicklungsländern waren, berichtete das Internet- Portal transgen.de am Mittwoch.
Auf Rang 1 der Länderliste stehen weiterhin mit weitem Abstand die USA mit 64 Millionen Hektar kommerzieller Anbaufläche für Gen- Pflanzen. Es folgen Brasilien (21,4 Millionen Hektar), Argentinien (21,3), Indien (8,4), Kanada (8,2) und China (3,7).
In der Schweiz gilt seit 2005 ein Moratorium für gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen in der Landwirtschaft. Die weltweit bedeutendsten gentechnisch veränderten Pflanzen sind Soja, Mais, Baumwolle und Raps.
China erlaubt Anbau von Bt-Reis
Der ISAAA-Bericht hebt vor allem China hervor, das den Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Reis und Phytase-Mais für Feldversuche erlaubt habe. Bt-Reis sei gegen Schädlinge resistent und könne den Einsatz von Insektiziden um 80 Prozent verringern sowie den Ertrag steigern.
Phytase-Mais soll besser von Nutztieren verwertet werden als gewöhnlicher Mais. Phosphor werde leichter freigesetzt und beschleunige das Wachstum der Tiere.
Reis sei die weltweit bedeutendste Nahrungspflanze für Menschen, Mais die wichtigste Nutzpflanze für Tierfutter. Die beiden Gen- Pflanzen müssten allerdings vor der Vermarktung nun noch zwei bis drei Jahre getestet werden.
«Irreführende» Zahlen
ISAAA steht für International Service for the Acquisition of Agri- Biotech Applications. Der Verband wird unter anderem von UNO- Organisationen wie der UNESCO und von Agrarkonzernen wie Monsanto finanziert.
Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die ISAAA-Zahlen als «irreführend». So sei etwa die Anbaufläche für Gen-Mais in der EU im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent zurückgegangen.
«Trotz massivster Bemühungen der Gentechnik-Industrie sind weltweit über 90 Prozent der Ackerflächen gentechnikfrei», sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. 85 Prozent der Gen-Pflanzen würden in nur vier Ländern angebaut.
In Spanien, Tschechien, der Slowakei und Rumänien sei der Anbau von Gen-Pflanzen auf dem Rückzug, da höhere Saatgut-Preise, ein unsicherer Absatz der Ernte und Probleme bei der Trennung von konventionellen Pflanzen und Gen-Pflanzen den Anbau unattraktiv machen.