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Elementarschäden 2009

Beinahe jedem zweiten Landwirt verhagelte es 2009 Kulturen

2009 geht als Hageljahr der Rekorde in die Geschichte ein. Wie die Hagelversicherung am Montag mitteilte, gingen bei ihr noch nie derart viele Schadenmeldungen ein. Fast jeder zweite versicherte Landwirt hatte Hagelschäden zu beklagen.
Die Hagelkörner zerschlugen am 23. Juni Wein-, Obst-, Tabak-, Mais-, Raps- und Getreidekulturen grossflächig. / Karin Nussbaum

Insgesamt gingen 16'700 Schadenmeldungen bei der als  Genossenschaft organisierten Versicherung Schweizer Hagel ein. Im  Vorjahr waren es noch 6400 Meldungen gewesen. Die Schadenzahlungen  vervierfachten sich gegenüber 2008 auf 111 Millionen Franken. Sie  überstiegen damit das Prämienvolumen von 51,3 Millionen Franken um  mehr als das Doppelte.

Zwei Hagelwetter verursachen Hauptschäden

Verantwortlich für den Rekordschaden in der 130-jährigen  Geschichte von Schweizer Hagel sind zwei extreme Hagelzüge im Mai  und Juli 2009.

Am schlimmsten war jener vom 23. Juli. Das Hagelwetter wütete in  den grossen landwirtschaftlichen Kantonen Waadt, Freiburg, Bern und  Luzern. Die Hagelkörner zerschlugen Wein-, Obst-, Tabak-, Mais-,  Raps- und Getreidekulturen grossflächig.

Dieses Unwetter allein hatte über 8000 Schadenmeldungen zur Folge  - fast die Hälfte aller Meldungen. Der zweite verheerende Hagelzug  am 26. Mai war weniger grossflächig und suchte die Zentral- und  Ostschweiz heim.

Prämienanpassung in Sicht

Trotz dieses Extremjahrs verfügt Schweizer Hagel über eine solide  Basis und kann ihren Mitgliedern weiterhin eine gute  Versicherungsdeckung bieten, wie das Unternehmen weiter mitteilte.  Eine Überprüfung der Prämien und Angebote sei 2010 aber  unumgänglich, weil die Versicherung bereits in den letzten Jahren  überdurchschnittliche Belastungen tragen musste.

Im Auslandgeschäft in Frankreich und Italien sank das  Prämienvolumen auf 44 Millionen Franken nach 50 Millionen im  Vorjahr, wie es weiter hiess.

Das sei hauptsächlich auf die niedrigen Erzeugerpreise und  veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen zurückzuführen.  Schadenseitig bildete die Auslandtätigkeit mit einer Belastung von  72 Prozent einen Kontrast zum Inlandgeschäft.


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lid [18.01.10 16:56]
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