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Am vergangenen Mittwoch trafen sich ein gutes Dutzend interessierte Simmentaler Mutterkuhzüchter trotz misslicher Strassenverhältnisse auf der Rütti in Zollikofen, um über spezifische Zuchtfragen zu diskutieren. Der Herdebuchleiter von Mutterkuh Schweiz, Tony Aufdermauer, präsentierte den Anwesenden die Entwicklung der Herdebuchzucht im Allgemeinen und ganz speziell für die Rasse Simmental. Erfreulich war zu erfahren, dass im vergangenen Jahr drei neue Simmental-Zuchtbetriebe zu Mutterkuh Schweiz gestossen und rund 100 weibliche Tiere mehr als im Vorjahr im Herdebuch registriert sind.
Für Natura-Veal
Das Interesse an weiblichen Remonten aus der Zweinutzung hat auf Produktionsbetrieben zugenommen. Dank der guten Milchleistung ermöglichen diese Kühe eine sehr intensive Kälberaufzucht, so dass schlachtreife Kälber ab einem Alter von fünf Monaten und somit beispielsweise Natura-Veal möglich sind.
Aktuell weisen die Simmental-Züchter einen Herdebuchbestand von rund 900 Kühen und beinahe 100 Zuchtstieren auf. Letztere werden nicht nur in den Zuchtbetrieben, sondern zu einem beachtlichen Teil auch in Produktionsbetrieben und sogar vereinzelt in Milchviehbetrieben eingesetzt – Simmentaler sind als Stiere für Rassenkreuzungen sehr beliebt. Gemäss den provisorischen FLEK-Auswertungen wurden im 2009 wieder hervorragende Tageszunahmen von über 1300g erreicht.
Praxistaugliche LBE
Der Herdebuchleiter wollte von den Züchtern erfahren, ob die neue lineare Beschreibung praxistauglich sei. Mehrheitlich findet diese Anklang, und die erreichten Noten entsprechen den Qualitäten der Tiere. Anhand einer Grafik konnte festgestellt werden, dass sich die Tiere im gewünschten Verhältnis auf der Notenskala verteilen. Die Probephase dauert noch bis 2011, dann müssen die Auswirkungen vertieft überprüft werden. Die Anwesenden wurden aufgerufen, wenn Fehlentwicklungen festgestellt würden, diese umgehend der Herdebuchstelle zu melden.
Wie immer im Januar wurde die druckfrische Zuchtwertschätzung diskutiert. Diese Auswertung kostet jeweils etwa Fr. 40000.–, bei zwei Auswertungen jährlich ein beachtlicher Betrag.