Die globale Waldfläche ist nach Angaben eines Münchner Instituts zwischen 1990 und 2005 um drei Prozent geschrumpft. Das entspreche einem durchschnittlichen jährlichen Verlust von 0,2 Prozent oder 20'000 Hektar am Tag.
Eine wesentliche Ursache ist den Angaben zufolge der wachsende Flächenbedarf für die Produktion von Biokraftstoffen aus Palmöl, Soja und Zuckerrohr sowie für die Rinderzucht, teilte das Institut am Dienstag mit. Besonders viel Wald sei in den tropischen Ländern abgeholzt worden - speziell in Brasilien, Indonesien und dem Sudan. Allein Brasilien und der Sudan seien zusammen für knapp die Hälfte des jährlichen Waldverlusts weltweit verantwortlich.