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Der Rückgang sei problematisch, weil viele Feldfrüchte auf Bienen angewiesen sind.
Die Zahl der Bienenvölker gehe in Mittel- und Westeuropa bereits seit 1965 zurück, teilte das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig am Donnerstag mit. Seit 1985 wird dieser Trend auch in Ländern wie Tschechien, Norwegen, der Slowakei und Schweden beobachtet.
Im Gegensatz dazu ist in den südeuropäischen Ländern Griechenland, Italien und Portugal die Zahl der Bienenvölker zwischen 1965 und 2005 gestiegen. Die Studie gibt erstmals einen europaweiten Überblick über den Bienenrückgang. Bisher hatte es lediglich Meldungen aus einzelnen Ländern gegeben.
Teure Seuchenbekämpfung
Der Rückgang bei den Honigbienen, aber auch bei Wildbienen und Schwebfliegen sei problematisch, weil viele Feldfrüchte von der Bestäubung durch diese Insekten abhängig seien, schreibt ein internationales Wissenschaftlerteam in einer Sonderausgabe des Fachblatts «Journal of Apicultural Research».
Laut der Studie nahm in allen untersuchten Ländern auch die Zahl der Imker ab. Die Ursache dafür vermuten die Forscher in den sozialen und ökonomischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Gestiegene Einkommen hätten der Landbevölkerung andere Zuckerprodukte erschwinglich gemacht.
Gleichzeitig habe der zunehmende Anteil an Maschinen den Wegzug in städtische Regionen beschleunigt und damit habe die Imkerei als Hobby an Attraktivität verloren. Zudem könnten die Kosten für die Bekämpfung von Bienenseuchen in einem Bienenvolk schnell das Einkommen eines Jahres erreichen, was Bienenhaltung auf kleinem Niveau unwirtschaftlich mache.