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Der SOBV ist enttäuscht vom Entscheid der Branchenorganisation Milch, den Richtpreis für Milch unverändert bei 62 Rappen zu belassen. SOBV-Präsident Samuel Kaiser vertritt dezidiert die Meinung, dass die positiven Marktsignale auf dem nationalen Markt und die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt durchaus eine moderate Preiserhöhung zugelassen hätten. „Es ist sehr störend, wenn die Milchverarbeiter für 2009 durchwegs gute Jahresabschlüsse vermelden und wir wissen, dass dies unter Anderem dank den letztjährigen massiven Senkungen der Produzentenpreise möglich war“.
Den Entscheid, die Basis-Milchmenge leicht zu reduzieren beurteilt der SOBV als richtigen Schritt, um möglichen Überschusssituationen vorzubeugen. Von den Milchhändlern, seien dies Milchverbände, Verarbeiter oder private Milchaufkäufer erwartet der SOBV, dass die Kürzungen entsprechend den Grundsatzbeschlüssen umgesetzt werden: in erster Linie sollen die Zusatzmengen gekürzt werden.
Es dürfe nicht passieren, dass diejenigen Bauern, die in den letzten Jahren mit ihrer Milchproduktion Mass gehalten haben, nun die Zeche bezahlen müssen für das teilweise unkontrollierte Mengenwachstum, das einzelne Produzenten zusammen mit ihren Abnehmern zu verantworten haben.