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Der Maschinen- und Fahrzeughersteller Bucher Industries aus Niederweningen ZH hat 2009 resolut auf die einbrechende Nachfrage reagiert. Während der Umsatz um fast ein Viertel auf 2,14 Mrd. Fr. fiel, baute das Traditionsunternehmen 17 Prozent seiner Stellen ab. 1444 Vollzeitstellen wurden gestrichen, davon 169 in der Schweiz. «Der Abbau fand überall dort statt, wo wir grosse Produktionsanlagen haben, also in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA», sagte Unternehmenschef Philip Mosimann am Montag der Nachrichtenagentur SDA.
Bucher spürte die fehlende Investitionsbereitschaft, was unter anderem auf die Überkapazitäten der Hersteller und hohe Lagerbestände bei Kunden zurückzuführen sei, heisst es in der Mitteilung. Erst im vierten Quartal habe sich die Nachfrage auf tiefem Niveau stabilisiert.
Aufträge erhielt Bucher rund 36 Prozent weniger, der Auftragsbestand sank im Vergleich zu 2008 um rund 40 Prozent. Der Konzern baute insgesamt 1444 Vollzeitstellen ab, wie es heisst.
Sparte Kuhn Gruppe
Am glimpflichsten verlief der Umsatzrückgang bei der grössten Sparte, die auf Landmaschinen spezialisierte Kuhn Gruppe mit Sitz in Saverne (F). Der Umsatz sank um 14,2 Prozent auf knapp 950 Mio. Franken.
Am stärksten gab das Geschäft bei Bucher Process nach. Die Sparte setzte mit Produktionsanlagen für Wein und Fruchtsaft knapp 38 Prozent weniger um (122 Mio. Franken). Bei Bucher Hydraulics sank der Umsatz ähnlich stark um knapp 36 Prozent auf rund 320 Mio. Franken.
Minus bei Kommunaltechnik
Bucher Municipal (Kommunalfahrzeuge) verzeichnete ein Minus von knapp 22 Prozent auf rund 452 Mio. Franken. Bei der in der Glasbehälterindustrie tätigen Emhart Glass verringerte sich der Umsatz um gut 27 Prozent auf rund 304 Mio. Franken.
Verhaltene Prognose für 2010
Bucher stellt für das abgeschlossene Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis in Aussicht. Die Prognose für 2010 ist verhalten: Das Unternehmen erwartet keine wesentliche Verbesserung der Konjunktur. Die Nachfrage nach den Produkten von Bucher dürfte demnach in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht anziehen.