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Futtermittel

Futtermittelkontrollen im Dienste gesunder Lebensmittel

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle erhob Agroscope Liebefeld-Posieux letztes Jahr 1460 Proben von Nutztierfutter und 267 Proben von Heimtierfutter. Die Inspektionen wurden in mehr als 570 Produktions- oder Handelsbetrieben durchgeführt, wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst.

Die Inspektionen zeigten, dass die Anforderungen an die  Rückverfolgbarkeit und die Selbstkontrollmassnahmen immer besser  verstanden und angewandt würden. Die Unternehmen erfüllten die  Anforderungen generell gut, und die Futtermittel könnten als sicher  eingestuft werden.

Wie 2008 gab mehr als die Hälfte der Nutztierfutterproben  keinerlei Anlass zu Beanstandungen. Die Anzahl Proben mit kleineren  Mängeln wie unvollständige Etikettierung und von der Deklaration  geringfügig abweichende Gehalte blieb mit knapp 27 Prozent praktisch  stabil.

Hingegen stieg die Anzahl Beanstandungen mit finanziellen  Konsequenzen von 17 auf 19,5 Prozent an. Wie auch im Jahr 2008  musste in einem einzigen Fall Strafanzeige eingereicht werden: In  einer von 461 Proben wies das Labor Antibiotika nach.

Alle übrigen Analysen auf unerlaubte oder unerwünschte Substanzen  (Schwermetalle, Dioxine und Aflatoxine) ebenso wie auf Salmonellen  erwiesen sich als negativ.

Im Grenzbereich der Normen

Die Beanstandungen mit finanziellen Folgen betreffen Werte, die  ausserhalb der offiziellen Toleranzgrenzen liegen oder beziehen sich  auf inakzeptable Deklarationsfehler.

Agroscope geht davon aus, dass nicht in allen diesen Fällen  mutwilliger Betrug vorliege, stellt jedoch auch fest, dass die  Unternehmen aus Gründen der wirtschaftlichen Rentabilität oftmals im  Grenzbereich der gültigen Normen arbeiten.

Von den 267 bei Herstellern und Wiederverkäufern von  Heimtierfuttermitteln vorgenommenen Proben wiesen 44,6 Prozent  (2008: 54,6 Prozent) kleinere Mängel auf. 27 Prozent der Proben  gaben Anlass zu Beanstandungen mit finanziellen Folgen, was einem  Rückgang von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der erfreuliche Rückgang der Proben mit leichten Mängeln beruhte  auf der Tatsache, dass sich die Unternehmen grosse Mühe gäben, die  Etikettierungen an die gesetzlichen Vorschriften anzupassen, heisst  es. Die nach wie vor hohe Anzahl an Beanstandungen mit finanziellen  Folgen beziehe sich vor allem auf Gehalte, die ausserhalb der  amtlichen Toleranzwerte lagen.

Die amtliche Futtermittelkontrolle

ALP führt im Mandat des Bundesamts für Landwirtschaft BLW die Kontrolle der Produktion und des Handels von Nutztier- und Heimtierfuttermittel durch und lässt neue für die Tierfütterung bestimmte Substanzen zu. Ein wichtiges Ziel dieser Tätigkeit von ALP ist zu verhindern, dass toxische oder unerwünschte Substanzen an Tiere verfüttert werden und via Lebensmittel tierischen Ursprungs auf die Teller von Konsumentinnen und Konsumenten gelangen. Die Kontrollen tragen auch dazu bei, Tierhalterinnen und Tierhalter vor Täuschung zu schützen und bei der Verwendung von Futtermitteln Tiergesundheit und Umwelt zu respektieren.


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sda [02.02.10 10:45]
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