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Harscher Winter lässt Mongolen hungern

Der ungewöhnlich harsche Winter in der Mongolei hat schon 1,7 Millionen Tiere getötet. Zehntausende Hirtenfamilien seien von Hunger bedroht, warnten am Dienstag die UNO- Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und Hilfsorganisationen.

Ohne Hilfe würden bis zu vier Millionen Stück Vieh ums Leben  kommen, weil die Tiere nicht genug Futter finden. In den nächsten  drei Monaten würden sechs Millionen US-Dollar an Hilfe benötigt,  berichtete die FAO. Der wirtschaftliche Schaden wurde auf 62  Millionen US-Dollar beziffert.

Durch die Schnee- und Eiskatastrophe, auf Mongolisch «dzud»  genannt, seien 180'000 Familien betroffen. «Wenn die Hilfe nicht  bald kommt, verbreitet sich Armut und wird zu einer  Massenabwanderung in die Städte später in diesem Jahr führen», hiess  es in Peking in einer FAO-Mitteilung.

Schon vor dem Aufruf hatte die Internationale Vereinigung der  Rotkreuz und Rothalbmond-Gesellschaften 382'000 US-Dollar für 1200  Familien in schwer betroffenen Gebieten bereitgestellt. Die  mongolische Regierung mobilisierte 2,6 Millionen US-Dollar. Rund ein  Drittel der 2,7 Millionen Mongolen leben allein von der Viehzucht  und halten 43 Millionen Stück Vieh.


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sda/dpa [03.02.2010 12:]
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