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Rund 125 Frauen haben sich dieses Jahr für die Bäuerinnen-Kursmodule im Kanton Luzern angemeldet, rund 40 machen 2010 den Abschluss als Bäuerin mit Fachausweis. «Vor fünf Jahren waren es noch zehn», sagt Yvonne Koller, Ausbildungsleiterin im Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung Landwirtschaft in Schüpfheim. Der deutliche Anstieg habe dazu geführt, dass heuer einige Kurse bereits doppelt ausgebucht seien. «Ich stelle eine Tendenz zum Umdenken fest», so Koller.
Dies bestätigt die 28-jährige Tanja Holzer aus Buttisholz: «Ich möchte mich wieder auf traditionelle Werte besinnen.» Karriere sei ihr nicht so wichtig. Mit ihrem Freund, einem Bauern, will die gelernte Pflegefachfrau nach der Ausbildung einen Betrieb führen. «Die Idee, uns selbst versorgen zu können, finde ich besonders spannend.»
Einen weiteren Grund für den Bäuerinnen-Boom sieht Koller bei den wirtschaftlichen Anreizen: «Frauen, die einen Bauernhof mitführen wollen, sind nur direktzahlungsberechtigt, wenn sie auch eine Ausbildung zur Bäuerin nachweisen können.»