Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR

Der zur Fiat-Gruppe gehörende Bau- und Landmaschinenkonzern Case New Holland (CNH) ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Wie das an der Börse in New York gelistete Unternehmen Ende Januar mitteilte, ging der Nettoumsatz im Vergleich zu 2008 um 26,4 % auf 12,78 Mrd $ (9,18 Mrd Euro) zurück. Während 2008 noch ein Gewinn von 825 Mio $ (593 Mio Euro) erwirtschaftet werden konnte, wurde im vorigen Jahr ein Verlust von 190 Mio $ (137 Mio Euro) eingefahren.
Baumaschinenbereich heftig betroffen
Massgeblich hierfür war im Wesentlichen die Entwicklung im Baumaschinenbereich, für den eine Abnahme des Nettoumsatzes um mehr als die Hälfte auf 2,12 Mrd $ (1,52 Mrd Euro) und eine Verschlechterung des operativen Resultats von 116 Mio $ (83 Mio Euro) auf minus 339 Mio $ (244 Mio Euro) ausgewiesen wurden. Die Erlöse der dominierenden Landmaschinensparte verringerten sich demgegenüber „nur“ um 17,4 % auf 10,66 Mrd $ (7,66 Mrd Euro); ihr operativer Gewinn sank um 48,1 % auf 712 Mio $ (512 Mio Euro).
Strikte Kostenkontrolle angekündigt
CNH-Präsident Harold Boyanovsky kündigte weitere Sparmassnahmen an. Man werde auch 2010 eine strikte Kostenkontrolle vornehmen, um im Fall der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung wieder „unsere Gewinnmargen“ zu erzielen, sagte Boyanovsky. Die Konzernführung geht davon aus, dass der globale Landmaschinenmarkt 2010 um 5 % bis 10 % schrumpfen, der Markt für Baumaschinen aber zwischen 5 % bis 10 % wachsen wird.
Wie CNH weiter berichtete, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rückgang der Nettoverkäufe von Landmaschinen um 17 % verzeichnet. Dabei seien in allen Regionen weniger Maschinen als 2008 vermarktet worden, stellte der Konzern fest. Bei den Traktoren entsprachen die Marktanteile des Konzerns im Jahr 2009 in Nordamerika, Westeuropa und Lateinamerika denen des Vorjahres, während in den übrigen Regionen insgesamt Marktanteile verloren gingen.
Synergieeffekte mit Fiat genutzt
Im vierten Quartal 2009 konnte CNH aber seine Position auf dem nordamerikanischen Schleppermarkt verbessern. Die Konzernführung betonte, es sei über das gesamte Jahr hinweg eine strikte Kostenkontrolle durchgeführt worden. Die Personalkosten seien um 13 % gegenüber 2008 gesenkt worden. Auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung führte CNH zurück, und zwar um 24 Mio $ (17 Mio Euro). Durch Synergien mit dem Motorenhersteller Fiat Powertrain Technologies hätten Kosten bei der Entwicklung von Motoren der Emissionsklassen Tier IV eingespart werden können, berichtete CNH. Außerdem hätten sich mit der Eröffnung neuer Teile- und Servicedepots im brasilianischen Sorocaba und in Portland die Logistikkosten verringert.