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Der Gewinn sank wegen Goodwill-Abschreibungen nach den Übernahmen um 5,9 Prozent auf 55,6 Mio. Franken, wie die Coop-Tochter am Donnerstag mitteilte. Operativ vermochte der Fleischverarbeiter indes zuzulegen: Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 20,4 Prozent auf 95,0 Mio. Franken. Die EBIT-Marge (Betriebsgewinn im Verhältnis zum Umsatz) ging jedoch von 4,1 auf 3,7 Prozent zurück.
Der Umsatz legte deutlich zu: Er stieg um 31,4 Prozent auf 2,55 Mrd. Franken. Er liegt damit leicht unter dem im Januar gemeldeten provisorischen Wert von 2,56 Mrd. Franken. Den Aktionären soll aufgrund der Zahlen eine unveränderte Dividende von 40.00 Fr. ausgeschüttet werden.
Sinkende Preise
In der Schweiz verkaufte Bell über 122 Mio. Kilogramm Fleisch und Fleischprodukte. Das sind 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Verkaufspreise lagen im Durchschnitt rund 2,4 Prozent unter Vorjahr. Die sinkenden Preise wirkten sich auf den Umsatz aus: Dieser ging um 1,5 Prozent auf 1,78 Mrd. Fr. zurück.
Die Integration der 2008 im Ausland übernommenen Unternehmen komme planmässig voran, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Nettoerlös von Bell International erreichte 772,8 Mio. Franken. Im Ausland seien die Auswirkungen der unsicheren Wirtschaftslage wesentlich deutlicher zu spüren.
Für das laufende Jahr gibt sich Bell wenig konkret. In der Schweiz rechnet das Unternehmen mit einem geringeren Wachstum auf hohem Niveau. Es sei davon auszugehen, dass der Konsum von Fleisch und Fleischprodukten stabil bleibe. Weil die Kunden immer stärker auf die Preise achten, kommen aber die Margen weiter unter Druck.