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Nahrungsmittel

Fleischverarbeiter Bell mit weniger Gewinn wegen Übernahmen

Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat 2009 trotz einer deutlichen Umsatzsteigerung weniger verdient. Sowohl das Umsatzwachstum als auch der Gewinnrückgang sind auf Übernahmen im Ausland zurückzuführen.

Der Gewinn sank wegen Goodwill-Abschreibungen nach den Übernahmen  um 5,9 Prozent auf 55,6 Mio. Franken, wie die Coop-Tochter am  Donnerstag mitteilte. Operativ vermochte der Fleischverarbeiter  indes zuzulegen: Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 20,4 Prozent auf  95,0 Mio. Franken. Die EBIT-Marge (Betriebsgewinn im Verhältnis zum  Umsatz) ging jedoch von 4,1 auf 3,7 Prozent zurück.

Der Umsatz legte deutlich zu: Er stieg um 31,4 Prozent auf 2,55  Mrd. Franken. Er liegt damit leicht unter dem im Januar gemeldeten  provisorischen Wert von 2,56 Mrd. Franken. Den Aktionären soll  aufgrund der Zahlen eine unveränderte Dividende von 40.00 Fr.  ausgeschüttet werden.

Sinkende Preise

In der Schweiz verkaufte Bell über 122 Mio. Kilogramm Fleisch und  Fleischprodukte. Das sind 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die  Verkaufspreise lagen im Durchschnitt rund 2,4 Prozent unter Vorjahr.  Die sinkenden Preise wirkten sich auf den Umsatz aus: Dieser ging um  1,5 Prozent auf 1,78 Mrd. Fr. zurück.

Die Integration der 2008 im Ausland übernommenen Unternehmen  komme planmässig voran, heisst es in der Mitteilung weiter. Der  Nettoerlös von Bell International erreichte 772,8 Mio. Franken. Im  Ausland seien die Auswirkungen der unsicheren Wirtschaftslage  wesentlich deutlicher zu spüren.

Für das laufende Jahr gibt sich Bell wenig konkret. In der  Schweiz rechnet das Unternehmen mit einem geringeren Wachstum auf  hohem Niveau. Es sei davon auszugehen, dass der Konsum von Fleisch  und Fleischprodukten stabil bleibe. Weil die Kunden immer stärker  auf die Preise achten, kommen aber die Margen weiter unter Druck.


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