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Fleckvieh

Bernischer Fleckviehzuchtverband erhebt höheren Beitrag pro Tier

Präsident Hans Siegenthaler konnte an der Delegierten-versammlung des Bernischen Fleckvieh-zuchtverbandes in Thun 471 Delegierte begrüssen.
Hans Staub, Eriswil, löst im Vorstand als Vertreter des Unterverbandes Emmental Christian Müller ab (v.l). / Samuel Krähenbühl

«Es gibt schon jetzt immer mehr und immer stärkere Kontrollen von uns Bauern», meinte Siegenthaler am Donnerstag in der Alten Reithalle  in Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung über die Tieranwälte. Diese sei deshalb klar abzulehnen. Der Beifall der 471 Delegierten war ihm sicher.

Rösti gegen Freihandel

Albert Rösti, Direktor der Schweizer Milchproduzenten und SVP-Regierungsratskandidat, kam in seinem Referat über die Milchpolitik  auch auf die Berner Wahlen vom 28. März zu sprechen. Er habe die Absicht, im Regierungsrat bäuerliche Anliegen einzubringen: «Die heutige Berner Regierung hat sich für einen EU-Beitritt ausgesprochen, was für mich absolut unverständlich ist.» Er wolle sich bei einer Wahl dafür stark machen, dass die Regierung nicht nur vom EU-Vollbeitritt, sondern auch von ihrer Zustimmung zum EU-Agrarfreihandel abrücke.

Andreas Aebi, Präsident von Swissherdbook, machte sich für eine Wahl Röstis stark: «Füllt nicht alle 7 Zeilen aus, sondern wählt Leute in den Regierungsrat, welche euch wirklich vertreten.» Trotz Umbenennung des Schweizerischen Fleckviehzuchtverbandes in Swissherdbook  behalte der Bernische Fleckviehzuchtverband seinen Namen, erklärte Geschäftsführer Karl Wittwer: «Rechtlich sind wir aber eigentlich schon länger ein Verein. Das muss in den Statuten angepasst werden.» Auch die Beschränkung der Delegierten auf 5 pro Viehzuchtverein soll aufgehoben werden. All diesen Änderungen stimmten die Delegierten mit grossem Mehr zu.

Bessere Zusammenarbeit

Es gebe aber auch noch andere Punkte, welche verändert werden müssten, erklärte Präsident Siegenthaler: «Die Zusammenarbeit zwischen dem Bernischen und dem Schweizer Vorstand muss besser werden.» Als mit Abstand grösster Teilverband wolle der Berner Vorstand bei Entscheiden früher einbezogen werden.
Im Übrigen stimmten die Delegierten für eine Erhöhung der Beiträge von 40 auf 50 Rp pro Herdebuchtier. Dies wurde nötig, weil neu hohe jährliche Beiträge an die Familienausgleichkasse zu entrichten seien. Die Rechnung 2009 schloss denn bei einem Aufwand von Fr. 53455.65 und einem Ertrag von Fr. 43651.55 mit einem Verlust von 9804.10. Schliesslich wählten die Delegierten einstimmig Hans Staub, Eriswil,  zum Nachfolger von Christian Müller als Vertreter des Unterverbandes Emmental, in den Vorstand.


Ehrung der fünf besten Lebensleistungskühe: Irma (139512 kg Milch), Bernhard Ryser, Vielbringen; Lilo (138971 kg), Anstalten Witzwil, Gampelen;  Betina (133427 kg), Hans Dick, Grossaffoltern; Maia (129297 kg), Werner Dürrenmatt, Guggisberg; Belinda (129200 kg), Matthias Thomet, Bern. 


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Samuel Krähenbühl [26.02.2010 08:]
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