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«Ab sofort können wir jeweils zehn Traktoren gleichzeitig endmontieren», sagt Knüsel sichtlich zufrieden. Weil die alte Montagehalle «nur» eine Stückzahl von rund 20 Traktoren jährlich erlaubte, habe er die stetig steigende Nachfrage nach dem Rigitrac nicht mehr abdecken können. Das ist nun vorbei. Die mögliche Produktionskapazität der neuen Halle beträgt 100 Traktoren pro Jahr. Vorerst wolle er die Produktion aber nur langsam steigern. Ziel sei es, in zwei bis drei Jahren 50 Rigitracs pro Jahr zu bauen.
«Im letzten Jahr haben wir insgesamt 30 Traktoren verkaufen können», sagt Knüsel. Davon gingen acht Stück in den Export. Diesen will Knüsel neben den schon bedienten Märkten in Österreich und Deutschland nun nach Frankreich ausdehnen.
Auf gutem Weg
Die neue 5025 Meter grosse Montagehalle ist ein vorläufiger Höhepunkt in der Geschichte des Rigitracs, die vor rund 18 Jahren begonnen hat. 1992 hat Knüsel einen ersten Prototyp entwickelt. Im Jahr 2003 dann hat er den ersten fixfertig produzierten Rigitrac der Öffentlichkeit vorgestellt, und 2004 fand die erste Auslieferung statt. «Jetzt, sechs Jahre später, sehen wir, dass das Rigitrac-Konzept auf gutem Weg ist», sagt Knüsel. Der Traktor sei auch noch nach 4000 Stunden voll einsetzbar. Das habe ihm den Ansporn gegeben, in eine neue Montage zu investieren. Dies auch vor dem Hintergrund, dass zwei seiner Töchter in den Betrieb einsteigen wollen.
Für die Rigitrac-Montage sind derzeit vier Mitarbeiter zuständig. Insgesamt sind für die Rigitrac Traktorenbau AG sieben Personen angestellt. Doch zu schnell wachsen wolle er auch nicht. «Wir gehen mit dem Rigitrac Schritt für Schritt», sagt Knüsel.
Neue Motoren
Beschäftigt haben Knüsel im letzten Jahr die neuen EU-Abgasnormen. Sowohl den 90-PS- als auch den 120-PS-Rigitrac hat der Küssnachter mit neuen Motoren ausgerüstet. Beim SKH 90 kommt neu ein 3-Zylinder-Common-Rail-Motor vom finnischen Hersteller Sisu zum Zug. Beim SKH 120 setzt Knüsel einen 4-Zylinder-Motor von Deutz ein, ebenfalls mit der Common-Rail-Einspritztechninik. Beide Traktoren erfüllen die ab 2011 erforderliche EU-Abgasnorm IIIB. «Die Umstellung hat mich rund ein Jahr Zeit gekostet», sagt Knüsel. Dies, weil die neuen Motoren etliche Änderungen beim ganzen Konzept bedingten. So musste etwa ein leistungsfähiger Kühler entwickelt und eingebaut werden.
Ideen für Weiteres
So wie man Sepp Knüsel kennt, werden ihm die Ideen auch in Zukunft nicht ausgehen. Es ist kein Geheimnis, dass der Konstrukteur mit dem Gedanken spielt, dereinst einmal weitere Rigitrac-Modelle in anderen PS-Klassen zu bauen. «Ein kleinerer und ein grösserer Rigitrac könnte in den nächsten fünf Jahre in der Tat noch hinzukommen», sagt Knüsel.