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Bauer, ledig, sucht...

Züchter, Sportler, Anlageberater, sucht...

Michael Oesch aus dem Eriz BE ist im letzten Moment in die 4. Staffel von «Bauer, ledig, sucht» beim Fernsehsender 3+ hineingerutscht. Der 32-jährige Bergbauer hat die Aufnahmen für die Sendung sehr positiv erlebt.
Michael Oesch mit Viviana aus Bauer, ledig, sucht... / Daniel Rihs

Nein, er sei kein «Superman», erklärt Michael Oesch, der in der 4. Staffel von «Bauer, ledig, sucht» mitmacht. Vielseitig ist er als ehemaliger Berufsmilitär, Finanzberater und Sportler aber auf jeden Fall. Lange sah es eher nicht danach aus, dass er den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb übernehmen würde: «Ich ging meiner beruflichen Tätigkeit im Finanzdienstleistungsektor nach.» 

Berufsmilitär im Tessin

2002 verkauften seine Eltern Vieh und Fahrhabe, verpachteten den Talbetrieb. Den Alpbetrieb bewirtschafteten seine Eltern aber noch weiter. Ab 2003 war Oesch dann Berufsmilitär beim Grenadierkommando im Tessin, kam aber immer wieder zwischendurch auf den Alpbetrieb, um mitzuhelfen. «Dann kam im Tessin die Zeit, als ich im Grenadierkommando einen weiteren 5-Jahres-Vertrag hätte unterzeichnen sollen. Das wollte ich aber nicht», erzählt Oesch. So kam es, dass er 2008 ins Eriz zurückkehrte, um den elterlichen Betrieb zu übernehmen.  Doch ohne elterliche Unterstützung gehe es noch immer nicht, zumal bisher noch die passende Frau im Hause fehlte: «Meine Eltern unterstützen mich tatkräftig. Ich bin ihnen sehr dankbar.» Der Talbetrieb hat 7,2ha landwirtschaftliche Nutzfläche, worauf Oesch im Schnitt elf Kühe hält. Das Milchlieferrecht bei der PO Lobag beträgt 60000 kg. Der Alpwirtschaftsbetrieb umfasst  55 ha.

Begeisterter Viehzüchter

Schon sein Vater war immer ein begeisterter Viehzüchter, und so kam es auch zu schönen Zuchterfolgen. «Wir hatten das Glück, den Stier Orient bei Swissgenetics als Teststier im Einsatz zu haben. Er wurde dann auch positiv nachzuchtgeprüft», erzählt Oesch. Da die Eltern 2002 die Kühe verkauft hatten, musste er jedoch beim Neustart 2008 neue Kuhstämme zukaufen. Dabei habe er bewusst in starke Kühe investiert: «Von meinem neuen Stamm probiere ich, wieder neue Linien im SF- und Simmentaler Bereich heranzuzüchten.» Er vertrete die Zuchtziele der Sektionen Simmental und Swiss Fleckvieh. Die Tiergesundheit sei ihm enorm wichtig: «Mit der Sömmerung sind Simmentaler und Swiss Fleckvieh das Richtige für meinen Betrieb.»

Nebenjob bei Finanzen

Doch wie kommt einer, der im Finanzsektor und beim Militär gut verdient hat, dazu, als Bergbauer anzufangen? Ihm mache die Landwirtschaft enorm Spass, erklärt Oesch: «Wenn ich selbst-ständig auf dem eigenen Betrieb und dem eigenen Boden arbeiten kann, dann erfüllt mich das.» Wo es mit der Wirtschaft hingehe, wisse man nicht, findet Oesch. «Vielleicht ist es gescheiter, wenn man noch Land hat und sich selber versorgen kann», meint er etwas nachdenklich. Doch einem Nebenerwerb will er trotzdem noch nachgehen: «Im Winter bin ich im Finanzdienstleistungsbereich bei der WNB Finanzanlagen AG im Aussendienst tätig.» Ihm sei auch noch der Verkauf von anderen Produkten angeboten worden. Vor allem im Winter treibt  Bewegungsmensch Michael verschiedene Sportarten zum Ausgleich. Zum Beispiel Unihockey, Biken, Ausdauerlauf oder auch Motorradfahren.

Hohe Ansprüche an Frau

Zum kompletten Glück fehlt Michael Oesch jetzt einzig noch die richtige Frau an seiner Seite. Hier habe er halt auch hohe Ansprüche: «Ich habe neun Jahre selber einen Haushalt geführt. Ich habe deshalb auch gewisse Ansprüche an eine Frau in dieser Beziehung.» Und es sei natürlich etwas anderes, einen Bergbauern zu heiraten oder einen Angestellten, der geregelt knapp neun Stunden arbeitet und danach Feierabend hat. Er wünsche sich  eine selbstständige, positive und auch lösungsorientierte Frau.

Ein befreundetes Ehepaar habe ihn deshalb bei «Bauer, ledig, sucht» angemeldet. Schon zuvor hätten ihn verschiedene Leute ermuntert, sich  anzumelden. Seine Anmeldung sei allerdings recht spät erfolgt. Umso mehr habe es ihn erstaunt, dass der Sender ihn trotzdem noch für die 4. Staffel wollte: «Dieses Geschenk wollte ich nicht ausschlagen, weil irgendwie wird es eine Bedeutung haben.» Innerhalb kürzester Zeit wurde das Porträt für den Trailer im Internet gemacht. Die Stubete sei in seinem Fall auch etwas speziell gewesen, weil man ihn im Vorfeld wegen der späten Anmeldung kaum gesehen habe. Wie sollten sich so überhaupt Frauen für ihn melden können: «Irgendwann tauchte bei mir die Frage auf, wie ich an die Stubete gehen soll, wenn mich die Frauen nicht kennen lernen.» Doch 3+ verschaffte ihm dann problemlos «Steckbriefe» von zwei Frauen, darunter Viviana. Schon am 5. Januar wurde bei Oeschs zu Hause gefilmt: «Meine Entscheidung war schon am Abend gefällt, ich war begeistert von Viviana.»

Positive Rückmeldungen

Während der Hofwoche  habe er auch selber den Hof besorgt.  Für seine Eltern sei es eine etwas spezielle Situation gewesen, weil Viviana und das Fernsehteam überall im Haus waren. Oeschs Mutter hatte in der Zeit Geburtstag: «In der Nacht vom 6. auf den 7. haben Viviana und ich zusammen meiner Mutter einen Kuchen gebacken.» Schon nach der ersten Austrahlung habe er über 30 Rückmeldungen aus der ganzen Schweiz gehabt: «Bis auf eine einzige Ausnahme hatte ich nur positive Feedbacks.»


Wie es ausging mit Michael und Viviana, sei hier nicht verraten. Mehr dazu dienstags um 20.15 Uhr auf 3+ oder  auf www.3plus.tv.


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Samuel Krähenbühl [05.03.2010 14:]
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