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Gentechnik

Schweizer Forscher finden keine Schäden durch Gentech-Weizen

Gentechnisch veränderter Weizen beeinträchtigt Fliegenlarven und Blattläuse nicht. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59).

Die Forscher untersuchten, ob gentechnisch gegen die  Pilzkrankheit Mehltau resistent gemachter Weizen negative  Auswirkungen hat auf Insekten, wie der Schweizerische Nationalfonds  am Donnerstag mitteilte. Derartige Befürchtungen werden oft gegen  den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ins Feld geführt.

In einer ersten Studie verfütterten Forscher der Universität Bern  Blätter von sechs Gentech-Weizensorten an Fliegenlarven. Dasselbe  taten sie mit Blättern von Sorten, die nicht gentechnisch verändert  waren. Sie beobachteten, wie sich die Larven entwickelten und wie  fruchtbar die Nachkommen der vier nächsten Generationen waren.

Das kürzlich im Fachmagazin «Pedobiologia» veröffentlichte  Resultat: Die verschiedenen Nahrungsquellen führten zu keinerlei  Unterschieden bei den gemessenen Parametern. Die Fliegen nahmen also  keinen Schaden am Gentech-Weizen - auch nicht die Nachkommen der  Tiere, die sich von den resistenten Sorten ernährt hatten.

Blattläuse saugen lassen

In der zweiten Studie liessen Forscher der Universität Zürich und  der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) Blattläuse  in Klimakammern vom Pflanzensaft acht verschiedener Weizensorten  saugen. Vier der Weizensorten waren gentechnisch verändert, vier  nicht.

Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Basic and Applied  Ecology» berichten, blieben Parameter wie Sterblichkeit,  Fruchtbarkeit oder Gewicht der Blattläuse auf Gentech- und normalem  Weizen vergleichbar. Auch hier hatten die gentechnischen  Veränderungen also keine negativen Auswirkungen auf die Tiere.

Vom NFP 59 erwartet die Bundespolitik wissenschaftliche  Grundlagen, um einen Entscheid über den Umgang mit gentechnisch  veränderten Organismen zu fällen. Diese Woche entschied das  Parlament, das Gentech-Moratorium für die Landwirtschaft um drei  Jahre bis Ende November 2013 zu verlängern, weil das NFP 59 noch  läuft.


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sda [11.03.2010 17:]
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