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Die Forscher untersuchten, ob gentechnisch gegen die Pilzkrankheit Mehltau resistent gemachter Weizen negative Auswirkungen hat auf Insekten, wie der Schweizerische Nationalfonds am Donnerstag mitteilte. Derartige Befürchtungen werden oft gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ins Feld geführt.
In einer ersten Studie verfütterten Forscher der Universität Bern Blätter von sechs Gentech-Weizensorten an Fliegenlarven. Dasselbe taten sie mit Blättern von Sorten, die nicht gentechnisch verändert waren. Sie beobachteten, wie sich die Larven entwickelten und wie fruchtbar die Nachkommen der vier nächsten Generationen waren.
Das kürzlich im Fachmagazin «Pedobiologia» veröffentlichte Resultat: Die verschiedenen Nahrungsquellen führten zu keinerlei Unterschieden bei den gemessenen Parametern. Die Fliegen nahmen also keinen Schaden am Gentech-Weizen - auch nicht die Nachkommen der Tiere, die sich von den resistenten Sorten ernährt hatten.
Blattläuse saugen lassen
In der zweiten Studie liessen Forscher der Universität Zürich und der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) Blattläuse in Klimakammern vom Pflanzensaft acht verschiedener Weizensorten saugen. Vier der Weizensorten waren gentechnisch verändert, vier nicht.
Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Basic and Applied Ecology» berichten, blieben Parameter wie Sterblichkeit, Fruchtbarkeit oder Gewicht der Blattläuse auf Gentech- und normalem Weizen vergleichbar. Auch hier hatten die gentechnischen Veränderungen also keine negativen Auswirkungen auf die Tiere.
Vom NFP 59 erwartet die Bundespolitik wissenschaftliche Grundlagen, um einen Entscheid über den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen zu fällen. Diese Woche entschied das Parlament, das Gentech-Moratorium für die Landwirtschaft um drei Jahre bis Ende November 2013 zu verlängern, weil das NFP 59 noch läuft.