Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer

Auch die Migros-Tochter Mérat, die Restaurants und Kantinen beliefert, bietet gemäss einem Bericht der «SonntagsZeitung» ihren Kunden einen «EU-Pfeffer-Hit» an. «Der Pfeffer lässt sich nach dem Auspacken gut entfernen», schreibt Mérat in einem Brief an die Kunden, welcher der «SonntagsZeitung» vorliegt. Die Zollverwaltung kann gegen die neue Praxis nichts unternehmen. Solange die Fleischstücke an der Grenze rundum und sichtbar gepfeffert sind, ist ihre Einfuhr legal.
Am Montag hatte Agrarministerin Doris Leuthard im Nationalrat Bedenken der bäuerlichen Parlamentarier zu zerstreuen versucht und von sinkenden Zahlen gesprochen. Doch die Zahlen waren veraltet. Laut Bundesamt für Landwirtschaft waren die Importe im Januar und Februar mit je 90 Tonnen höher als in den Vergleichsmonaten des Vorjahrs. Im März zeichne sich gar «ein deutliches Wachstum» ab. In den ersten zehn Tagen wurden bereits 40 Tonnen Pfefferfleisch importiert.
Mérat-Chef Hans Reutegger sagt, er importiere, weil die Konkurrenz es auch tue. «Wir hoffen, dass die Lücke im Gesetz möglichst rasch geschlossen wird.» So einfach ist dies nicht: Die Schweiz müsste bei der Welthandelsorganisation (WTO) vorstellig werden – mit ungewissen Erfolgsaussichten.