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Artenschutzkonferenz

Tierschützer gegen Tiernutzer bei Artenschutzkonferenz

Der unkontrollierte Handel mit Fleisch bedrohter Tierarten soll verboten werden. Das haben Tierschützer und Umweltexperten zu Beginn der 15. Artenschutzkonferenz am Samstag in der katarischen Hauptstadt Doha gefordert.

An der Konferenz diskutieren die Vertreter der 175  Mitgliedstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES darüber,  ob man die Eisbären besser schützen muss, ob Tiger für Handelszwecke  gezüchtet werden dürfen und in welchem Umfang Fischer Haie fangen  dürfen. Das Treffen dauert noch bis zum 25. März.

Auch ein internationales Handelsverbot für den vor allem als  Sushi beliebten Blauflossen-Thunfisch, dessen Bestände stark  überfischt sind, steht auf der Tagesordnung. In der Debatte  zeichnete sich dabei bereits vor der Konferenz ein hartes Ringen ab.

Während die EU und die USA den Vorschlag Monacos unterstützen,  den Meeresräuber auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen,  kündigte Japan Widerstand an. Wird der Thunfisch zu einer bedrohten  Tierart erklärt, würde dies zu einem Handelsverbot führen. Japan  konsumiert bisher 80 Prozent des weltweiten Fangs.

Das 1975 in Kraft getretene CITES-Abkommen ist das wichtigste  internationale Instrument zum Schutz von wilden Tier- und  Pflanzenarten. Die Mitgliedstaaten kommen alle drei Jahre zusammen,  um über Schutzmassnahmen zu beraten.

Mehr Geld ist nötig

Für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten steht CITES  jährlich ein Budget von fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die  Gelder müssten jedoch erheblich aufgestockt werden, forderte CITES- Generalsekretär Willem Wijnstekers zur Eröffnung des Treffens.

«Ohne angemessene Finanzierung läuft CITES nicht nur Gefahr,  wichtige Arten, sondern auch die Entwicklungsländer fallen zu  lassen, die um einen Erhalt von Flora und Fauna kämpfen», sagte  Wijnstekers. Während die Zölle in Europa, den USA, Japan und China  funktionierten, müsse Entwicklungsländern geholfen werden,  Handelsverbote umzusetzen, ergänzte ein Mitarbeiter.


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Tierschützer gegen Tiernutzer bei Artenschutzkonferenz [14.03.2010 07:]
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