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Besnoitiose breitet sich in Europa aus

Besnoitiose: Das BVet ruft zu Achtsamkeit auf

Weil die Besnoitiose in Europa verbreitet auftritt, fordert das Bvet auch die Tierhalter in der Schweiz auf, aufmerksam zu sein.Die Krankheit kann bei Rindern schwere Symptome auslösen.
Hautschäden wegen der Besnoitiose / Universität Bern

Die Besnoitiose breitet sich in Europa aus und führt zu immer mehr Fällen in immer neuen Regionen. Dies schreibt die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA  gemäss einer Mitteilung des Bundesamts für Veterinärwesen (Bvet) in einer soeben veröffentlichten Zusammenstellung der verfügbaren Daten. Die Krankheit kann bei Rindern schwere Symptome wie massive Hautschäden und Unfruchtbarkeit und gar den Tod auslösen. Besnoitiose  ist für Menschen jedoch ungefährlich.


Krankheit nähert sich

Bis jetzt gab es in der Schweiz noch keinen Fall von Besnoitiose. Dies könnte sich jederzeit ändern, denn die Krankheit, die ursprünglich bei Rindern in Afrika und im Mittelmeerraum auftrat, rückt immer näher. In den französischen Alpen kam es schon mehrfach zu grösseren Ausbrüchen der Besnoitiose. Über aus Frankreich importierte Rinder gelangte die Krankheit bereits nach Deutschland (Februar 2009) und Italien.


Gegen die Besnoitiose gibt es in Europa weder wirksame Impfstoffe noch Medikamente. Wirklich wirksam lässt sich die Ausbreitung der Krankheit gemäss Bvet nur durch das Töten der ganzen Herde unterbinden.


Übertragung durch Fliegen

Vieles ist bei der Besnoitiose noch unbekannt. Übertragen wird die Krankheit vermutlich vor allem über Bremsen und andere stechende Fliegen. Aber auch beim direkten Kontakt von Tieren über offene Wunden und beim Natursprung scheint eine Übertragung möglich. Die Autoren der Studie fordern in erster Linie eine Verstärkung der Forschung, um die Verbreitungswege der Krankheit zu klären. Zudem sollen Tierhalter und Tierärzte auf die Krankheit aufmerksam gemacht werden.

Rasch reagieren


Zum Schutz der Schweizer Rinderpopulation empfiehlt das Bundesamt für Veterinärwesen, bei Importen aus betroffenen Regionen, insbesondere Frankreich, die Tiere vorab auf Besnoitiose zu testen. Viehhalter sollen sich mit den Symptomen der Krankheit vertraut machen und bei Verdachtsfällen sofort reagieren. Erste Anzeichnen sind starker Tränenfluss und Veränderungen am Flotzmaul und an den Zitzen. Oft wird die Krankheit anhand von Knötchen (Zysten), wie Griesskörner auf dem Augapfel entdeckt, die sehr typisch für die Besnoitiose sind.  Verdachtsfälle sind sorgfältig zu prüfen, weil die Besnoitiose zu Beginn der Blauzungenkrankheit ähnelt.


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Karin Nussbaum [15.03.2010 13:]
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