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Die Bittschrift fordert vom Bundesrat, das Nationalgestüt zu erhalten. Dieser hatte am 25. Februar 2010 angekündigt, das nationale Gestüt Ende 2011 zu schliessen, um jährlich 7 Mio. Franken zu sparen. Der Vorschlag ist Teil eines umfangreiches Sparpakets, welches noch vom Parlament genehmigt werden muss.
Facebook-Gruppe gegründet
Bereits am Tag, an dem der Bundesrat seine Sparabsichten bekannt gab, formierte sich Widerstand. Auf Facebook wurde die Gruppe «Für Erhaltung des Schweizer Nationalgestüts in Avenches» gegründet. Drei Wochen später zählt die Gruppe knapp 4700 Mitglieder, wie der Verein «Pro Nationalgestüt» am Montag mitteilte.
Gegründet haben den Verein vier Luzerner, die auch die Petition lanciert haben. Mitbegründer David Fux aus Ruswil LU zeigte sich auf Anfrage überzeugt, dass noch nicht alles verloren sei und mit der Petition etwas bewirkt werden könne.
Die Petition soll im Mai an den Bundesrat übergeben werden. Dann wird das Vernehmlassungsverfahren abgeschlossen und danach wird definitiv über das Schicksal des Nationalgestüts entschieden. Es seien schon mehrere tausend Unterschriften zusammengekommen, sagte Fux.
Mehrere tausend Unterschriften
Über die grosse Solidarität freut man sich beim Nationalgestüt. «Es ist schön zu spüren, dass etwas geschieht und dass sich Politiker und Verbände für uns einsetzen», sagte Anne Rizzoli von der Kommunikationsabteilung. Ob die Lancierung dieser Petition in Avenches Hoffnung auf eine Rettung weckt, dazu wollte sie sich jedoch nicht äussern.
Das Nationalgestüt wurde 1899 gegründet und ist das Kompetenzzentrum für Haltung und Zucht von Pferden im ländlichen Raum. Seit 2000 wird es auf der Basis eines Leistungsmandates des Bundesrates geführt. Es befasst sich mit Ausbildung und Forschung und vor allem mit der Freibergerrasse.