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Käseimport

Käse-Konsum nimmt zu, aber Importe verdrängen Schweizer Käse

Der Pro-Kopf-Konsum von Käse ist im Jahr 2009 auf 21.41 kg (+1.1% oder +240 g) gestiegen. Gewinner dieses Anstiegs sind besonders die ausländischen Käse. Während der Konsum von Schweizer Käse um 70 Gramm pro Person ab-nahm, legten die importierten Käse um 310 g zu.

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Jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz verzehrte gemäss einer Mitteilung der Schweizer Milchproduzenten (SMP) im Jahr 2009 durchschnittlich 21.41 Kilogramm Käse, das sind 240 Gramm oder 1.1 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht einer neuen Höchstmarke. Die Schweiz nimmt damit auch im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Am liebsten gegessen wurden Frisch- und Halbhartkäse, gefolgt von Hartkäse.

Zunahme bei Frischkäse

Im letzten Jahr legte vor allem der Pro-Kopf-Konsum von Frischkäse zu und zwar um 420 Gramm oder 6.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Hartkäsekonsum war hingegen um 220 Gramm rückläufig. Die übrigen Kategorien verzeichneten nur minime Ver-änderungen.

Der gestiegene Importdruck aus Europa macht sich in der Verbrauchsstatistik 2009 sehr deutlich bemerkbar. Insgesamt hat der Konsum von importiertem Käse 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5.9 Prozent oder 310 Gramm pro Kopf zugenommen. Sehr direkt und markant hat 2009 der Schweizer Hartkäse unter dem ausländischen Importdruck gelitten. Wobei anzumerken ist, dass vermutlich ein Grossteil dieser Importkäse in die Industrie geflossen ist.

Folge des Käsefreihandels

Die Veränderungen verdeutlichen insgesamt die veränderte Wettbewerbssituation auf dem Schweizerischen Milchmarkt durch die Grenzöffnung beim Käse gegenüber der EU wie auch die Auswirkungen des verschärften Preis- und Margenkampfes im Schweizerischen Detailhandel und der Lebensmittelindustrie. Dies gilt insbesondere für austauschbare Produkte.

Die Schweizer Käsebranche regiert auf diese Konsumveränderung mit einer Werbeof-fensive, die Mitte Mai startet. Ziel ist es, den Schweizer Konsumenten auf die Vorzüge von Schweizer Käse aufmerksam zu machen.

Die Verbrauchszahlen werden vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) auf Grund von Daten der TSM Treuhand GmbH sowie der Organisation der Schweizer Milchpro-duzenten SMP zusammen mit Switzerland Cheese Marketing AG berechnet und publi-ziert. Die Zahlen sind Bestandteil der „Milchstatistik der Schweiz 2009“, welche im Sommer 2010 erscheinen wird.


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