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Historisches

Utzenstorfer Bauern bringen Flughafen-Projekt zu Fall

Dass sich Bauern schon früher für die Erhaltung von Kulturland eingesetzt haben, zeigt das Beispiel aus Utzenstorf BE. Ein geplanter Grossflughafen der Berner Regierung kam auf Widerstand der Bauern nicht zustande.
Die Berner Regierung hat den Grossflughafen mit allem drum und dran in der Landwirtschaftszone zwischen Kirchberg und Utzenstorf geplant.

Die Sendung "Schweiz Aktuell" berichtete am vergangenen Mittwoch, 17. März in der Serie "100 Jahren Schweizer Luftfahrt" über den in den 40er-Jahren geplanten Grossflughafen in Utzenstorf.

Es ist die Geschichte vom "Schweizerischen Zentral Flughafen" in Utzenstorf. Einer Gegend, die noch heute als die Kornkammer des Kanton Berns gilt. Die Berner Kantonsregierung hat dieses Projekt nach amerikanischem Vorbild im Jahr 1940 mit grossem Engagement vorangetrieben. Ist aber am Widerstand der Bauern gescheitert.

132 Hektaren Land

Geplant waren vier Pisten, eine für jede Windrichtung und die grösste in einer Länge von nicht weniger als drei Kilometer. 132 Hektaren Land hätten die Landwirte für den Flughafen hergeben sollen und mit 177 Hektaren sogar noch etwas mehr Wald. Gekostet hätte das Projekt 88,5 Millionen Franken. Für die damalige Zeit enorm viel Geld.

Dass die Vision der Berner Regierung nie in die Tat umgesetzt wurde, war auch der Verdienst der betroffenen Bauern. In einer Zeit von Krieg, knappen Nahrungsmitteln und Anbauschlacht war ein solches Opfer schlicht undenkbar.

Laut Lokalhistorikerin Barbara Kummer wurden die Bauern von der Berner Regierung nicht vorinformiert. Gemerkt, dass etwas gehe, habe man erst, als die Landvermesser auf den Äckern erschienen. Und diese durften von Amtes wegen nichts sagen.

Kornkammer gerettet

Als die Utzenstorfer Bauern dann doch noch erfuhren "was hier läuft" haben sie sich im "Bären" zusammengefunden und besprochen was zu tun ist "um ihr Land zu retten".  Sie nahmen den "Kampf" gegen die Berner Regierung auf und zwar erfolgreich wie man heute weiss.

Damit blieb ein Stück Kulturland bis heute erhalten, wie es in diesen Dimensionen im Mittelland kaum mehr zu finden ist.


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röt [18.03.2010 13:53]
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